Mittwoch, 2. Mai 2012

Was ist Ökologie?

Die Ökologie befasst sich mit den Wechselwirkungen zwischen den Organismen und ihrer Umwelt sowie den Beziehungen der Organismen untereinander. So unterscheidet man Einflüsse der unbelebten (abiotische Faktoren) und der belebten Umwelt (biotische Faktoren), die auf ein Individuum einwirken.
Verschiedene Organismen bzw. Populationen (Gesamtheit  aller Individuen derselben Art, die zur selben Zeit im selben Raum leben), besiedeln einen bestimmten Lebensraum, den man als Habitat bezeichnet. Eine Spezies oder Art ist eine Gruppe von Organismen, die sich untereinander kreuzen und dabei fruchtbare Nachkommen zeugen können. Eine Lebensgemeinschaft ist eine Gruppe von Populationen, die in einem Raum leben und in einer Wechselbeziehung miteinander stehen. Solche Lebensgemeinschaften und die dazugehörigen Biotope bilden ein Ökosystem, eine mehr oder minder abgegrenzte ökologische Funktionseinheit, die von einer Gemeinschaft und ihrer abiotischen Umwelt beeinflusst wird. Der Wald z.B. stellt ein solches Ökosystem dar. Die Gesamtheit aller Ökosysteme, die den Lebensraum der Biomasse aller Organismen auf der Erde stellen, wird als Biossphäre bezeichnet. Die Biossphäre ist Teil der Hydrosphäre, Pedosphäre und Atmosphäre, die von lebenden Organismen bewohnt wird.

Der Mensch ist Bestandteil und gleichzeitig Störfaktor vieler Ökosysteme. Seit dem Ende der 60er- Jahre, als die Auswirkungen der Umweltverschmutzung und die Begrenzung der natürlichen Rohstoffvorkommen immer deutlicher wurden, ist die Ökologie mehr als eine aus der Biologie hervorgegangene Wissenschaft. Sie steht für eine neue Weltanschauung, die erkannt hat, dass die Natur nur in begrenztem Maße Veränderungen toleriert, ohne irreversible Schäden zu erleiden. Der Mensch muss für den Erhalt der Erde und den Schutz der Natur eintreten. Neben dem Regenwald stellt das Korallenriff ein wichtiges Ökosystem dar. Das Korallenriff befindet sich im Meer, einem der wichtigsten CO2 Speicher dieser Erde. Im Meer gibt es zwei unterschiedliche Umgebungen, das Benthal und das Pelagial, die von den in ihnen lebenden Tieren ganz unterschiedliche Anpassungen erfordern. Das offene Meer ist eine riesige blaugefärbte Umgebung ohne Verstecke und auf der anderen Seite finden wir das Korallenriff, ein begrenztes Gebiet mit vielen unterschiedlichsten Strukturen, Farben, Mustern und Schattierungen.
Eines der wichtigsten Ökosysteme dieser Erde stellt das Korallenriff dar. Einige der schönsten Korallenriffe finden sich auf Bali im sogenannten Korallendreieck.

Dienstag, 1. Mai 2012

Ökosystem Korallenriff in Bali

Korallenriffe formen eines der wichtigsten Ökosysteme unserer Erde indem sie sowohl gegen das offene Meer als auch gegen das Land ein mehr oder weniger abgegrenztes ökologisches Gebilde mit einem eigenen Stoff- und Energiefluss bilden.
Dabei steht der Existenz der artenreichsten Biosphäre unserer Erde - in der schätzungsweise eine Million Arten an das Riff gebunden sind-, ein ausgesprochener Mangel an Nährstoffen und Raum für die Tiere gegenüber. Diese knappen lebenswichtigen Ressourcen müssen sich die hier lebenden Organismen teilen. Dies macht das Korallenriff so wunderbar vielfältig und empfindlich zugleich.
Das Korallenriff ist eine hauptsächlich von hermatypischen Korallen auf einer Fläche von ungefähr 600.000km2 aufgebaute Struktur. Dieses Riff ist so groß, das es erheblich die ökologischen Faktoren seiner Umgebung beeinflusst. Die Konsistenz des Riffes ist hinreichend fest, um den heranbrausenden Wellen zu widerstehen und die Küste vor Erosion zu schützen. Die Riffstruktur beeinflusst maßgeblich die Zusammensetzung ihrer Lebensgemeinschaften indem sie einen vielfältigen und charakteristisch gegliederten Raum für spezifisch an dieses Riff angepasste Riffbewohner bietet. Denn die verschiedenen Riffbereiche bieten ihren jeweiligen Lebensgemeinschaften verschiedener Populationen alle relevanten Umweltfaktoren, um es zu besiedeln und bilden damit ihr Biotop.Das empfindliche Zusammenleben im Korallenriff hängt von der Beachtung der vielfältigen wechselseitigen Beziehungen der Organismen untereinander ab, da die Lebewesen in einer solchen Lebensgemeinschaft oder Biozönose in einem besonders ausgeprägten gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis voneinander stehen und von den Lebens- und Verhaltensweisen dieser abhängen.
Korallenriffe findet man fast ausschließlich zwischen dem 30° nördlicher und 30° südlicher Breite. Es stellt sich die Frage, welche Faktoren beschränken die Korallenriffe gerade auf diese Gebiete? Die Komplexität und Variabilität der Biotope am Korallenriff sind von einer beträchtlichen Vielfalt abiotischer und biotischer Bedingungen gekennzeichnet, die die Korallenriffe auf bestimmte Gebiete der Erde begrenzen. Als limitierend für das Riffwachstum zeigen sich vor allem die Temperatur, die Lichtintensität und der Salzgehalt des Wassers, welche die Kalksynthese und das Zusammenleben der riffbauenden Korallen und ihrer in Symbiose lebenden Alge beeinflussen.
Obwohl ein Korallenriff sich als ein nährstoffarmer (oligotropher) Lebensraum darstellt, liefert die Photosynthese innerhalb der Grenzen des Riffes die Menge an organischem Kohlenstoff, die zur Aufrechterhaltung aller darin lebenden Organismen erforderlich ist. Denn trotz des Nährstoffmangels besitzen Korallenriffe eine der höchsten Primärproduktionsraten innerhalb aller natürlichen Ökosysteme. Es handelt sich dabei um ein mehr oder weniger geschlossenes System. Um einen Nährstoffverlust zu minimieren, sind im Riff möglichst viele Inhaltsstoffe in der Biomasse der Rifforganismen gebunden. Daher sollte man keine Teile aus dem Ökosystem Korallenriff entfernen, denn alle werden in dem nährstoffarmen Lebensraum zum Wiederaufbau benötigt! Auch das Ökosystem Korallenriff benötigt eine positive Nährstoffbilanz. Organische Nährstoffe werden zumeist von den Riffbewohners sofort wieder verwertet und in den Stoffkreislauf mit eingebunden. Daher zeichnet sich ein Korallenriff auch durch permanente Auf- und Abbauprozesse aus. Primärproduzenten, die für diese benötigte positive Stoffbilanz sorgen, sind die autotrophen Zooxanthellen, die mit den riffbildenden Korallen in einer endogenen Symbiose zusammenleben.
Weitere Informationen findet Ihr in der Webseite von Amed Scuba in Bali. Als Biologin kann ich Euch hier nicht nur theoretisch Informationen geben sondern gleich mit Euch zusammen abtauchen und alles vor Ort in den Korallenriffen Balis beobachten.

Mittwoch, 18. April 2012

Tarnung


Tarnung ist eine der effektivsten Anpassungstechniken, die das Überleben der Art sichern. Alle Beteiligten streben dasselbe Ziel an, sowohl der Jäger als auch der Gejagte wollen nicht entdeckt werden.
Zur Tarnung der Tiere bildeten sich in der Evolution verschiedenste Techniken heraus, die im Folgenden anhand von Beispielen auch näher beschrieben und erklärt werden sollen. 
Tarnung hat eine große Bedeutung im Tierreich
Echter Steinfisch (Synanceia verrucosa), Amed, Bali
Ein gutes Beispiel für Tarnung ist der echte Steinfisch Synanceia verrucosa. Er verschmilzt förmlich mit seiner Umgebung und wird selber zum unbeweglichen Stein. Er passt sein Verhalten und sein Aussehen einem Stein an und ist kaum von seiner Umgebung zu unterscheiden! Massig und kompakt, mit seinem unregelmößigen Köper, der oft mit Algen und anderen Krustentieren übersät sein kann, ähnelt der Steinfisch einem bewachsenen Korallenblock.
Tarnung ist eine der effektivsten Anpassungsmöglichkeiten, die das Überleben der Art sichern. Alle Beteiligten  streben dasselbe Ziel an, nicht gesehen zu werden. Das klassische Beispiel  fuer Tarnung ist der Echte Steinfisch (Synanceia verrucosa), der ein Meister in der Kunst ist, durch Färbung und Verhalten vollkommen mit seiner Umgebung zu verschmelzen. Massig und kompakt, mit einem unregelmässigen Körper, der mit Algen und anderen Organismen übersät sein kann, ähnelt der Steinfisch einenem bewachsenen Korallenfels. Seine Tarnung wird durch seine totale Bewegungslosigkeit unterstützt.
Die Körperzeichnung und Körperfärbung der Tiere ist ein faszinierendes Thema und Riffbewohner sind darin keine Ausnahme. Visuelle Eindrücke, Farbe und Form, spielen für das Überleben eine bedeutende Rolle. Dabei ist zu betonen, dass die Färbung der Tiere nicht losgelöst von anderen Elementen der Fischbiologie betrachtet werden kann. Gesichert ist, dass Farbe eine wichtige Rolle bei Verteidigungsmechanismen und Angriffsmechanismen spielen, aber auch bei der Fortpflanzung, bei der innerartlichen Kommunikation und bei territiorianlen Auseinandersetzungen. Die Vielfalt der Komplexität der beteiligten Faktoren macht eine eindeutige Erklärung oft schwierig. In der oberflächen nahen, hauptsächlich vom Licht dominierten Unterwasserwelt wrid verständlich, welch wichtige Rolle Farben spielen, ganz besonders, wenn diese der Tarnung dienen. Ob zur Jagd oder zur Verteidigung.
Krokodielsfisch im Japanischen Schiffswrack Amed, Bali
Man muss dem Steinfisch schon sehr nahekommen und ihm zeigen, dass er entdeckt worden ist, bevor er abrupt und verärgert davonschwimmt. Dieselbe Technik wird von Skorpionsfischen (Scorpaenopsis sp. ), Anglerfischen, Krokodielsfischen und Seezungen angewandt. Die erfolgreiche Tarnung der Seezungen ruht nicht nur auf der Fähigkeit, sich in den Sand einzugraben. Durch den Besitz hochspezalisierter Hauzellen, den Chromatophoren, kann die Seezunge ihre Farbe der jeweiligen Bodenbeschaffenheit anpassen.


Krake (Octopus macropus)
Ebenso geschickte Verwandulngskünster sind die Kraken, die sich durch plötzliche Farbwechsel unsichtbar machen und ihre Körperoberfläche so verändern können, dass sie sandige, felsig oder algig erscheint. Dabei ändert sich nicht nur die Farbe, sonder n auch die Struktur der Haut, die eine feine Körnung aufweisen kann oder wirkt, als ob sie bewachsen sei.
Sogar unscheinbar gefärbte Fische wie die grossen Raubfische des offenen Meeres Stachelmakrelen, Thunfisch, Haie besitzen eine Faerbung, die perfekt zu ihrem Lebensraum passt. Das Phänomen der Gegenschattierung /bläulichschwarze Rücken und silbrigweisse Bäuche machen diese Fische nahezu unsichtbar, wenn man sie im freien Wasser sieht, von oben oder unten betrachtet. Entweder vermischt sich ihre Farbe mit der Dunkelheit aus derTiefe oder mit dem Licht, das von oben einfällt.


Büschelbarsch (Oxycirrhites typus) Bali, Tulamben
Tarnung besteht jedoch nicht nur darin, der Umwelt zu ähneln. Es wird auch versucht, den Körper mittels somatolytischer Zeichnungen unscheinbar zu machen, ihn mittels Flecken, Bänder und Streifen aufzulösen. So wird das Auge des möglichen Feindes, Jägers oder auch Tauchers getäuscht und er kann das Gesamtbild des Tieres nicht wahrnehmen. Die auffallenden Zeichnungen verwirren das Auge, lassen Körperbereiche isoliert wirken und tauschen eine grössere Silhouette vor, als der Fischköper tatsächlich besitzt. Somit dienen die leuchtenden Farben und kontrastreichen Muster, die auf uns Menschen wie Werbeplakate wirken, dazu, die Fische eigentlich unkenntlich zu machen.
Ein Beispiel für eine gestaltauflosende Körperzeichnung und Körperfärbung ist der Langnasen Büschelbarsch (Oxycirrhites typus). Dessen rot weiss karierte Färbung verbirgt den Fisch ideal, wenn er, wie normalerweise üblich, auf Gorgonein ruht. Die sich kreuzenden Gorgoneinäste und dazwischenliegenden Lücken verschmelzen mit der Färbung des Fisches und machen ein sofortiges Erkennen schwierig.
Sehr ähnlich verhält es sich auch bei den Rotfeuerfischen. Ihre dunkelhell gezeichenten Flecken und Bänder und die deutlich verlängerten Strahlen der Brust und Rückenflossen scheinen extra dafür gebaut zu sein, den Fisch zwischen den Korallen zu verbergen.
Gestalt, Färbung und Verhalten zusamen fördern die Überlebenschancen. Ein bekanntes Beispiel sind die Trompetenfischen (Gattung Aulostomus). Obwohl diese eine Grösse von einem Meter erreichen können, machen sie sich meist durch bewegungsloses Verharren kopfüber zwischen den Ästen von Hornkorallen unsichtbar. In der Strömung schwebend warten die Tiere auf kleien Fische, die kurzzeitig Schutz in der Koralle suchen. Mit nur weingen, kaum wahrnehmbaren Flossenschlägen bewegt sich der Trompetenfisch, öffnet sein Maul und saugt blitzartig die Beute ein. Dieser eigenartige Fisch, langgestreckt und scheinbar harmlos, ist ein listiger Jäger, der auch die Technik des Trojanischen Pferdes unter Wasser anwedet.

Dienstag, 17. April 2012

Abiotische Faktoren beim Riffwachstum

Standortfaktoren
Abiotische Faktoren begrenzen Korallenriffe auf bestimmte Regionen unserer Erde, da sie das Riffwachstum limitieren. Zu diesen Faktoren gehören die Temperatur, die Lichtverhältnisse und die Salinität des Meeres.

Temperatur
Die Wachstumsstandorte der Korallenriffe weisen relativ gleich bleibende Bedingungen auf, die sich zum großen Teil im Bereich der 20°-Isotherme abspielen. Optimale Wachstumsbedingungen finden Korallenriffe bei durchschnittlichen Wassertemperaturen von 25 bis 26°Celsius vor. Fallen die Temperaturen unter 20°Celsius so sinkt zunächst die Wachstumsrate der riffbildenden Korallen. Fallen die Temperaturen jedoch weiter, so sterben die Korallen. Bei einer Wassertemperatur von 15°C geschieht dies bereits nach 24 Stunden und alle Korallen sind tot.
Bei ansteigenden Temperaturen über 29°Celsius kommt es durch den Stressfaktor dem die Korallen dadurch ausgesetzt sind zur so genannten Korallenbleiche. Die Alge, die in der Koralle lebt, produziert falsche Stoffwechselprodukte und wird von ihrem Wirten abgestoßen. Diese obligate Endosymbiose zwischen Koralle und seiner Zooxanthellen ist lebensnotwendig für das Überleben des Riffes. Kehrt der Symbiont nicht innerhalb eines halben Jahres zu seinem Wirten zurück, so sterben die Korallenpolypen.

Lichtverhältnisse
Licht ist der begrenzende Faktor bei der Verbreitung des Riffes in tieferes Wasser. In Tiefen von 70 bis 90m können Korallen kaum noch wachsen. Die Lichtintensität liegt hier unter 10% im Vergleich zur Oberfläche. Die Abhängigkeit des Korallenwachstums vom Licht rührt von der symbiotischen Beziehung zwischen Korallen und den Algen her. Die autotrophen Zooxanthellen benötigen das Sonnenlicht für ihre Photosynthese, um mit Hilfe des Lichtes aus Wasser und Kohlendioxid Zucker und Sauerstoff zu gewinnen. Der Zucker ernährt sowohl die Algen als auch die Korallenpolypen.
Aber der Lichtgradient im Riff ändert sich nicht nur von oben nach unten, sondern auch innerhalb des Riffes entstehen durch das unterschiedliche Wachstum der Korallen selbst vielfältige Licht-Schatten Bereiche. Um sich an diese Lichtverhältnisse anzupassen, wachsen die Korallen in verschiedenen Bereichen unterschiedlich gut. Dadurch differenziert sich das Riff in ökologisch unterschiedliche Bereiche und es entstehen unterschiedliche ökologische Nischen.
Neben dem physikalischen Raum, den ein Organismus besetzt, beschreibt die ökologische Nische auch das spezifische Wirkungsfeld einer Art, die durch ein System von Wechselbeziehungen zwischen dem Organismus und seiner Umwelt entsteht.

Salinität
Optimale Wachstumsbedingungen finden die riffbauenden Organismen bei einem durchschnittlichen Salzgehalt im Sommer von 36 Promille und im Spätsommer von 28 bis 32 Promille vor. Dabei werden höhere Salzgehalte bis maximal 45 Promille leichter akzeptiert als zu niedrige. Das stellt ein Problem in der Regenzeit dar und durch eventuelle Einleitungen von Süßwasser durch eine wachsende Anzahl von Hotels an der Küstenlinie. Obwohl Korallen kurzzeitig einen niedrigeren Salzgehalt bis zu 75% unter dem Normalwert tolerieren, sterben sie nach kurzer Einwirkungszeit ab. Daher findet man auch keine Koralleriffe im Einflussbereich von Süßwasser wie zum Beispiel in Flussmündungen.

Als limitierend für das Riffwachstum erweisen sich vor allem PO4-P und NH4, die im oligotrophen Riff sogar über dem Wert des Riff umspülenden Wassers liegt. Die Konzentration von PO4-P ist im Riff gewöhnlich nur geringfügig höher als im umgebenden Ozean. Sie liegt jedoch nahe am limitierenden Faktor für das Phytoplanktonwachstum.
Die NH4 Konzentration liegt gewöhnlich höher als im umgebenden Ozean und über der für das Phytoplankton limitierenden Konzentration.
Aus diesem Grund zeigen sich die Riffe auch ausgesprochen nährstoff- und phytoplanktonarm. Das autotrophe Phytoplankton wird als Primärproduzent jedoch für die Nahrungskette in jedem ökologischen System benötigt, um die folgenden Kettenmitglieder zu ernähren. Energie geht in der Nahrungspyramide unter anderem durch die Stoffwechselreaktionen der lebenden Organismen verloren. Aus diesem Grund ist die enge Endosymbiose zwischen Koralle und Algen unerlässlich für das überleben der Korallen. Die Höhe der autotrophen Primärproduktion hängt jedoch nicht absolut vom Vorrat an anorganischen Nährstoffen im Korallengarten ab, denn das System ist auch mit dem umfließenden Meerwasser verbunden.

Korallensterben - Ein Dreamteam in Gefahr

Bilder und Informationen von Amed Scuba Bali.
Eine Zusammenarbeit von unschätzbarem Wert leisten Myriaden kleiner Algen -die so genannten Zooxanthellen (Symbiodinium microachiaticum) - in Zusammenarbeit mit ein bis zehn Millimeter großen Korallenpolypen. Symbiont und Wirt entwickeln dabei Unterwasserlandschaften von unglaublicher Formen- und Farbenpracht, die sogar vom Weltraum aus zu sehen sind und die hier auf Bali unberuehrt ueber Jahrhunderte eine besondere Pracht entwickelt haben.Die Grünalge lebt in den gastrodermalen Zellen ihrer Wirtskoralle. Der Periplast schützt die Algenzelle vor der Verdauung durch die Korallenlysosomen. Auf engstem Raum können durch diese Koppelung der Partner die jeweiligen Stoffwechselreaktionen direkt aufeinander angepasst werden und laufen somit wesentlich ökonomischer ab und Verluste können in dem nährstoffarmen Milieu des Korallenriffes vermieten werden. Das Größenverhältnis zwischen Koralle und Alge liegt im Bereich 0,7 bis 1,2. Das bedeutet, dass ungefähr die Hälfte des Polypen aus pflanzlichem Material besteht.Um ein Riff aufzubauen, müssen die Korallen in der Lage sein sowohl Kolonien zu bilden als auch diese durch ein Kalkgerüst miteinander zu verbinden. Die Korallen bilden ihr Kalkskelett indem sie gelöste Calciumionen (Ca++) mit Bicarbonat zu festem Calciumcarbonat verbinden.
Ca+++2 [HCO3-] <--> CaCO3+H2O+CO2
Bei dieser Reaktion entsteht auch CO2, das sich mit Wasser zu Kohlensäure verbinden würde, wenn es nicht aus dem Stoffkreislauf entfernt wird. Das würde den Riffaufbau erheblich verlangsamen bzw. stoppen, da die Säure den Kalk wieder löst. Die Ozeane würden saurer und das Verhältnis der Kohlenstoff- und Kalkverbindungen würde sich verschieben. Die Algen verarbeiten jedoch tagsüber das CO2 bei ihrer Photosynthese und kurbeln gleichzeitig die Bildung von Kalziumcarbonat an. Die Bindung von Kohlenstoff an das Riff beträgt zwischen 4-6g/m3/d. Im offenen Ozean bindet sich im Vergleich nur 0,06 bis 0,5g/m3/d Kohlenstoff. Ohne photosynthetisch aktive Primärproduzenten wäre ein Riffleben daher nicht vorstellbar. Das bis zu 10mal schnellere Wachstum der Korallen ist ausschließlich dieser endosymbiotischen Beziehung zwischen Korallenpolyp und seiner Alge zu verdanken. Denn bei der Photosynthese liefert die kleine Alge ihrem Wirten gleichzeitig den benötigten Sauerstoff und ca. 90 % der von der Koralle assimilierten Kohlenhydrate -aber auch Glycerin und Fettsäuren- für deren Energiegewinnung bei der Zellatmung. Gleichzeitig nimmt die Alge giftige Stoffwechselendprodukte ihres Wirten auf und verarbeitet das bei der Verdauung anfallende Ammoniak zu z.B. Aminosäuren. Auf dieser Symbiose beruht die gewaltige Produktivität des nährstoffarmen Ökosystems. Denn der Stoffwechselkreislauf zwischen Koralle und Alge, der sich im Meer gewöhnlich über viele Stufen der Nahrungskette mit daraus resultierenden hohen Verlusten abspielt, ist in der Symbiose zwischen Alge und Koralle kurz geschlossen!
Die Anwesenheit von Zooxanthellen erklärt auch, warum sich das Riffwachstum auf die von den abiotischen Faktoren festgelegten Gebiete beschränken muss. Die lebensnotwendige Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des Stoffwechsels des autotrophen Korallensymbionten ist zum einen das Licht und zum anderen die Temperatur.
Die Zooxanthellen absorbieren das Licht bei einem Spektrum zwischen 440-670nm (sie arbeiten jedoch am effektivsten zwischen 490-540nm). Diese Wellenlängen finden sich in einer Tiefe zwischen 20 bis 30m. Das direkt unter der Wasseroberfläche noch recht starke UV-Licht (200-400nm) kann dagegen die biochemischen Prozesse der Alge sogar beeinträchtigen. Um ihren Symbionten vor dieser schädlichen UV-Strahlung zu schützen, geben z.B. Acropora Korallenpolypen Aminosäuren wie Palythin und Glymycosporin als „Sonnencreme“ ab. Dieser Sonnenschutz absorbiert die UV-Strahlung zwischen den Wellenlängen 310 bis 330 Nanometer. Bei zu wenig Licht ist der Polyp umgekehrt in der Lage aktiv seine Oberfläche auszudehnen, um mehr Licht für seinen Symbionten einzufangen.
Diese lebenswichtige Symbiose zwischen Wirt und Symbionten kann jedoch abrupt enden, wenn die Alge unter Stress gerät. Ursachen für diesen Stress können die oben erwähnte zu hohe UV-Strahlung sein, Gifte im Wasser (z.B. zu hoher bzw. zu niedriger Salzgehalt) und eine stetig steigende Wassertemperatur. Am besten gedeihen die Korallen bei gleichmäßigen Temperaturen zwischen 25 und 29 Grad, wie man sie z.B. an Ostküsten von Kontinenten und auch hier bei uns in Amed permanent vorfindet. Die Korallenriffe sind auch hier stark bedroht, denn durch die globale Erwärmung steigt nicht nur der Meeresspiegel sichtbar an, sondern es ist auch zu befürchten, dass die Wärme sich fatal auf die Korallengärten auswirken wird. Als Reaktion auf den Stress durch permanent zu hohe Temperaturen stoßen die Polypen ihre Zooxanthellen ab und erbleichen. Das so genannte „Coral Bleaching“ Korallenbleiche setzt ein. Dauert der Auszug der Alge länger als ein paar Wochen an, gehen dem Polypen die Energievorräte aus, die die photoautotroph arbeitende Alge ihm liefert. Die in Abhängigkeit von der Alge und dadurch phototrophisch lebenden Korallen müssen sterben, wenn ihr Symbiont nicht wieder zu ihnen zurück kehrt. Alan Strong vom Forschungszentrum Camp Springs in Maryland, der Sattelitenaufnahmen auswertet, sagt: „Erfahrungsgemäß setzt Korallenbleiche dort ein, wo der monatliche Mittelwert der Meerestemperatur an der Oberfläche das bisherige Maximum in einer Region um mehr als ein Grad Celsius überschreitet.“ Bei einer erhöhten Wassertemperatur schwindet die Fähigkeit der Zooxanthellen mit Hilfe des Lichtes, Wassers und Kohlenstoffdioxids daraus den für die Polypen lebenswichtigen Zucker zu erstellen. Stattdessen produzieren die Algen instabile reaktive Moleküle, woraufhin der Polyp seinen lebensnotwendigen Symbionten abstößt. Der Schutz der Korallenriffe sollte unser aller Anliegen sein! Bieten sie doch Heimat für eine unzählige Zahl unterschiedlicher Arten. Verschwinden nur wenige Arten, so zieht dies das Sterben anderer Arten nach sich, da in dem empfindliche nährstoffarme Leben im Riff die Arten in enger Abhängigkeit voneinander leben. Und hier leben ebenfalls ca. ein Viertel der Fischarten der Erde, die Millionen von Menschen ernähren und damit Nahrungs- und Einkommensquelle nicht nur für die Anwohner darstellen. Korallenriffe gelten als Fundgrube für unzählige Pharmazeutika, als Wellenbrecher schützen sie die Küsten und ihre Bewohner und auch für den Tourismus bieten sie eine Attraktion. Weltweit wird der Kampf um die Rettung der Riffe zum Wettlauf gegen die Zeit. Die Zunahme der Treibhausgase in der Atmosphäre gefährdet die Korallen nicht nur indirekt durch die Globale Erwärmung, sondern das Kohlendioxid schädigt sie auch direkt durch die entstehende Kohlensäure, welches den Kalk löst. Betroffen ist vor allem der so genannte Argonit-Kalk, der eine große Pufferkapazität des Meeres bewirkt und die Riffe wachsen lässt. Blühende Unterwasserlandschaften von großer Arten und Formenfülle wie wir sie zur Zeit in Amed bewundern können oder artenarme Unterwasserwüsten, die Zukunft wird uns zeigen, wie unsere Korallenriffe sich entwickeln werden.

Tragen auch Sie zum Schutz dieser Korallenriffe bei, indem sie nichts aus den empfindlichen nährstoffarmen Riffen entfernen! Brechen Sie keine der langsam wachsenden Korallen ab oder erwerben sie diese auch nicht käuflich als Schmuck! Werfen Sie keinen Müll ins Wasser und beteiligen Sie sich an der Müllvermeidung!

Riffschutz Besonders Gerätetaucher müssen wegen ihrer Ausrüstung ausgesprochen vorsichtig sein und können einiges zum Riffschutz beitragen:
Wichtig ist zunächst eine sichere Tarierungskontrolle! Durch sichere Kontrolle der Auftriebskraft lässt sich Schaden an den Korallen häufig vermeiden. Des Öfteren werden Schäden am Korallenriff von Tauchern verursacht, die ihre Tarierung nicht ausreichend beherrschen, die zu schnell beim Abstieg sinken und dabei auf Korallen fallen.
Achten Sie darauf, dass Ihre Gewichte stimmen und Sie nicht zu viel Blei aufgelegt haben. Sind Sie überbleit, so sinken Ihre Füße nach unten und können dabei Korallen verletzen.
Lernen sie die Auftriebskraft auszugleichen, indem sie unter Wasser entspannen und ihren Atemrhythmus verlangsamen.
Tauchen Sie nur im Korallenriff, wenn sie darin geübt sind.
Wenn Sie längere Zeit nicht getaucht sind, können sie bei der Tarierung außer Übung geraten sein. Nehmen Sie sich die Zeit mit dem Tauchlehrer einen Auffrischungstauchgang zu unternehmen, bevor Sie ins Riff hinein gehen. Die Auffrischung sollte an einer Stelle stattfinden, an der Sie keine Korallen zerstören.
Beim Fotografieren achten Sie darauf, dass Sie nicht gegen Korallen stoßen, während Sie sich auf das Objekt konzentrieren, das Sie fotografieren wollen.
Überprüfen Sie, dass Ihr Tiefen- und Druckmessgerät nicht am Boden entlang schleift, wo es Korallen zerstören kann.
Wenn Sie unter Überhängen entlang oder in Höhlen hinein tauchen, so achten Sie darauf, ausreichend Abstand zu lassen, da Sie auch noch einen Tank auf dem Rücken haben. Vermeiden Sie Gedränge an engen Plätzen.
Luftblasen steigen in Höhlen nach oben auf und sammeln sich in den Nischen des Höhlendaches, wo sie die dort lebenden Organismen in der ausgeatmeten Luft regelrecht ersticken.
Sammeln Sie umher treibendes Plastik und sonstigen Müll aus den Korallengärten, da dieser Müll die Korallenpolypen ersticken kann.
Helfen Sie mit die Korallen von Algenüberwuchs zu reinigen.
Entfernen Sie keine im Korallengarten lebenden Organismen aus dem Meer.
Taucher können dazu beitragen die Gesundheit der Riffe und anderer Küstenökosysteme zu überwachen. Wenn Sie einen Tauchurlaub machen wollen, sollten Sie erwägen, ob Sie an einem der Überwachungsprojekte teilnehmen können, die zum aktiven Riffschutz unternommen werden.

Korallenbleiche in Bali

Beim Tauchen in Bali ist diese Korallenbleiche bereits deutlich zu sehen. Entlang der Nordostküste von Bali finden sich die schönsten Korallenriffe mit einem enormen Artenreichtum. Von Permuteran in Buleleng nach Amed in Karangasem lässt sich ein rasches Fortschreiten der Korallenbleiche feststellen. Dringend muss gehandelt werden, um die schlimmsten Folgen auf Balis Korallenriffe abwenden zu können, berichtet die indonesische Gruppe der Reef Check Indonesia Foundation (RCIF).
Das Fortschreiten der Korallenbleiche muss besonders im Raum um Amed festgestellt werden. Rund 40% des Hartkorallenbewuchses sind in diesem Raum betroffen. In Tulamben hingegen, was ca. 15 Minuten von Amed entfernt liegt, scheinen nur ca. 10 % des Hartkorallenbestandes von der Korallenbleiche betroffen zu sein.
RCIF hat zu einem sechs Punkte Plan aufgerufen, um ein Zerstören der Korallen zu minimieren. Hauptursache für die Korallenbleiche ist zunächst einmal die erhöhte Wassertemperatur, welche in Bunutan im Monat November am Riffrand bereits 33° C und in 10m Tiefe bei 30 °C lag. Während die Korallenbleiche fortschreitet sind im Schnitt Temperaturen zwischen 29°C und 30°C in den Riffen um Amed zu verzeichnen.
Die Korallenspezialistin Naneng Seiasih, die das Projekt der RCIF leitet, sagt das Fortschreiten der Korallenbleiche erfordert eine Zusammenarbeit, um seine Auswirkung zu managen.
Neunzehn Arten von Hartkorallen und vier Arten von Weichkorallen wurden als betroffen identifiziert und vier weitere Arten von Hartkorallen sind teilweise betroffen.
Der sechs Punkte Plan sieht vor:
Ein strikteres Management der zu schützenden Gebiete, um Zerstörungen an Korallen vorzubeugen und zu verhindern.
Destruktive Angelmethoden wie sprengen oder vergiften sollen verboten werden.
Algen von toten Korallen entfernen, damit diese sich verjüngen können.
Darauf zu achten, das Füttern von Pflanzen fressenden Fischen zu reduzieren oder komplett zu verbieten, denn diese säubern die Korallen von den sie überwuchernden Algen.
Die Taucher sollen besser ausgebildet werden (z.B. durch bessere Tarierung), um einen Kontakt mit den Korallen zu minimieren.
Gesucht werden Volontiere, die das Riff beobachten und Berichte an Reef Check senden.

Eine Untersuchung der Hartkorallen in Südbali entlang des internationalen Ngurah Rai Flughafens im Jahre 2005 hat ergeben, dass sogar 75% der getesteten Hartkorallen von der Korallenbleiche betroffen sind. Eine weitere Untersuchung im Folgenden Jahr stellte fest, dass es keine Weichkorallen in diesem Gebiet mehr gab. RCIF sagt, Indonesien war auf verschiedene Art beeinflusst vom Phänomen der globalen Massen Korallenbleiche in den Jahren 1997-98. Berichten zu Folge waren letztendlich die Hälfte der Hartkorallen davon betroffen. Im Bali Barat Nationalpark waren von der Korallenbleiche 100 % der Korallen betroffen. Um die Gili Inseln in Lombok beeinflusste die Korallenbleiche ca. 90% des gesamten Gebietes. Anderswo beeinflusste die Korallenbleiche die Korallen im Seribu National Park im Osten Kilimantans und in Karimunjawa, wo 50-60% der Korallen starben.
Ebenfalls hoch sind die ökonomischen Kosten der Riffzerstörung. Die Riffzerstörung hat finanzielle Einbussen in der Fischereiindustrie und im Tourismus zur Folge.
Ein Report gibt an, dass wenn es zu einem weiteren Korallensterben in den nächsten 50 Jahren in Südost Asien kommt, mit finanziellen Schäden in Höhe von 38 Billionen US-Dollar zu Rechnen ist.
Steigende Wassertemperaturen sind sicherlich ein Grund für die Korallenbleiche in einigen Gebieten. Einige Spezialisten sagen voraus, nachdem sie die Toleranzbereiche der Korallenbleiche über die letzten 100 Jahre studiert haben, das ab dem Jahr 2020 die Korallenbleiche ein jährlich wiederkehrendes Phänomen sein wird.
In Bali sind Korallenriffe ein kritischer ökonomischer Bereich sowohl für den Tourismus als auch für die Fischerei Industrie. Nachweislich investieren Touristen weniger in Gebiete mit Korallendegeneration und eine reduzierte Korallendecke reduziert auch die Anzahl der Fische. Eine Studie vermutet, dass eine Zerstörung der Korallendecke um mehr als 10 Prozent eine Reduzierung des Fischbestandes eines Gebietes um 62 Prozent zur Folge hat. „Wir können nicht die Globale Erwärmung verhindern, aber zusammen können wir die Auswirkung auf Natur und auf Menschen reduzieren“, sagt Naneng Setiasih auf der Pressekonferenz in Denpasar, wo die Resultate des RCIF Studie bekannt gegeben worden sind. Sie sagt weiter, ein erster Schritt müsse sein die lokalen Riffe zu schützen indem man andere Belastungen reduziert und dadurch erreicht das Riff gegen weiteres Ausbleichen zu stärken. Das müsse verschiedene Sektoren der Gesellschaft betreffen vom Fischereimanagement bis hin zum Tourismus Sektor. Bali entwickelt gerade ein marines Konservierungsgebiet und viele der ökofreundlichen Tourismusanbieter helfen den Druck auf unsere Riffe zu reduzieren indem sie den Korallenraubbau beseitigen, Boyen anstatt Anker für die Boote benutzen und Reinigungsaktionen organisieren. Flächenaufteilung war ein Bereich des Riff Managements und die technische Intervention kann zur Beschleunigung der Wiederherstellung des Riffes genutzt werden. Gemäß der Gesellschaftsordnung müssen diese in ein kontinuierliches Netzwerk von Aktivitäten zugeschnitten sein, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse fördert, welche die Identifizierung der Korallenresistenz und ihre Widerstandskraft fördert und welches die Entwicklung des marinen Konservierungsmanagements unterstützt.
Die Gesellschaft sagt, sie erhalte bereits Unterstützung von der Regierung und von Nicht-Regierungsorganisationen (NGO´s). Regierungsprogramme unterstützen die Rifferforschung und die Widerherstellungsmaßnahmen. Balis Ministerium für Marine Angelegenheiten und für Fischereiwesen möchte helfen indem es Informationen direkt durch die Medien und kommunalen Gruppen weiterreicht.
NGO´s und die Universitäten in Bali wie zum Beispiel das Mitra Bahasa Konservatorium sind in einem Partner Projekt vereinigt, das sich auf das Management von Küsten und Marinen Ressourcen konzentriert, diese sind Partner des Regierungsprojektes, welches eine Forschungsgruppe organisiert, die die Korallenriffentwicklung im Kontext auf die Globale Erwärmung hin erforschen soll. Die indonesische Marine Tourismusgesellschaft Balis will sich für umweltfreundlichen Tourismus engagieren und die Tourismusindustrie mit in das Sammeln von Daten über die Korallenbleiche mit einbinden. Soweit die Welt Koservierungsgesellschaft und die Bahtera Nusantar Gesellschaft will sich für das Projekt stark machen.

Ein wichtiges Riffaufbauprojekt auf Bali ist Biorock. Für weitere Informationen sendet eine Nachricht an Frau Rani


Wollt Ihr uns helfen zum Schutz beizutragen und mit uns zusammen abzutauchen, schreibt an Amed Scuba Bali.

Bali Riffforschung

AMED SCUBA BALI macht es möglich die Freude am Tauchen in Bali mit dem Reisen und mit der Wissenschaft zu verbinden. Es ist ein besonderes Anliegen von Amed Scuba den Tourismus und das Tauchgeschäft auf Bali auch mit der meeresbiologischen Forschung zu verbinden.

Die Bedeutung unserer Weltmeere rückt immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Insbesondere unsere Korallenriffe sind neben dem Tropischen Regenwald das wichtigste Ökosystem unseres Planeten. Gerade im Hinblick auf die Globale Erwärmung stelt sich die akute Frage, wie sind unsere Korallenriffe zu schützen.
Schutz beginnt mit Wissen! Es muss in das Bewusstsein besonders von uns Sporttauchern dringen, welche Schönheit und Wichtigkeit dieses unser filigran aufgebautes Riff besitzt. Wir lassen uns von der unglaublichen Farben-, Formen- und Artenfülle des Korallenriffes verzaubern, daher sollte der Schutz und das Wissen über das Ökosystem Korallenriff uns Sporttauchern ein besonderes Anliegen sein.
AMED SCUBA arbeitet daher mit dem Meeresbiologen Afam Mekwunye zusammen, der in fundiertem praktischen und theoretischen Unterricht mit Mikroskopen und Präsentationen Details aus dem Ökosystem Korallenriff erklärt. Unterstützt durch die Biologen und den Instruktor Christine Sbick und Alexandros Mavrikis werden das theoretische Wissen im Anschluss in der Praxis unter Wasser beobachtet.
Riffaufbaumassnahmen können beobachtet werden in Permuteran im Biorock Riffaufbau Programm. Hier sind wir gerade zu Besuch bei dem Entwickler dieses Riffaufbauprogrammes Herrn Hilbertz und seiner Familie Ursula Rommerskirchen - Hilbertz in Berlin.

Das Projekt zur Riffforschung auf Bali wird unterstützt von Uwe Abraham und der BGG Berliner Gesellschaft für Großaquarien mbH und durch Amed Scuba Bali.
Ökologie soll in Bali am Beispiel unseres Hausriffes untersucht werden. Der Begriff Ökologie leitet sich von den griechischen Wörtern "oikos" Wohnug, Haus oder Platz um zu leben und "logos"- Lehre ab. Dabei ist die Ökologie die Wissenschaft von den Beziehungen der Organismen untereinander sowie mit ihrer Umwelt.
Gewählt wurde zu Forschungzwecken das Riff in Jemeluk. Hier soll über einen längeren Zeitraum das Ökosystem Korallenriff auf biotische und abiotische Faktoren hin erforscht werden.


Amed Scuba Bali taucht mit seinen Gästen in Bali ab und hat seinen Hauptsitz im wunderschönen Amed, wo die Haus - Biologin in meeresbiologische Grundlagen der Riffe und Riffforschung einführt. Die Eifnührungen erfolgen inform von Briefings vor dem Tauchen bis hin zu Kurzvorträgen. Dabei wird auf Anfänger und fortgeschrittenere Taucher rücksicht genommen. Amed Scuba - Bali achtet darauf, dass das Urlaubserlebnis nicht zu kurz kommt und unterrichtet die Meeresbiologie auf besonderer Art, die Theorie und Praxis direkt miteinander vernetzen. Im Zuge ihres Umweltengagements, um der Zerstörung des Riffes vorzubeugen, hat Amed Scuba Bali dieses meeresbiologische Projekt zur Analyse des Riffes in Bali gestartet.
Amed Scuba - Bali lädt seine Gäste ein die beeindruckende Welt der Korallen mit Hilfe des Tauchens und Schnorchelns zu entdecken und gleichzeitig Vorträge zu interessanten Themen zu hören.
Amed Scuba - Bali´s Gäste erfahren vor Ort Wissenswertes und Interessantes über die Korallenriffe und -tiere und können in die beeindruckende Welt des Indischen Ozeans eintauchen. Mit dem neu erworbenen meeresbiologischen Wissen können Amed Scuba Bali´s Gäste unter einem anderen Blickwinkel abtauchen und Interessantes mit eigenen Augen betrachten.
Amed Scuba - Bali´s meeresbiologisches Programm umfasst unter anderem folgende Themen:

  • Ökosystem Korallenriff
  • Lebensgemeinschaften und ihre Anpassung ans Riff (Symbiosen, Antibiosen, Tarnung, Zeigertiere...)

  • Haie - Jäger der Meere

  • Delphine - Meeressäuger und ihre Lebensgewohnheiten


In speziellen Thementauchgängen und / oder beim Schnorcheln kann das theoretisch erworbene Wissen im Anschluss an die Vorträge vertieft werden.
Im hier möglichen Reefcheck Program werden in wissenschaftlichen Tauch- und Schnorchelgängen Daten über die Gesundung und Gefährdung der Korallenriffe in Bali von Amed Scuba - Bali gesammelt und ausgewertet.





http://www.reefcheck.or.id/wp-content/uploads/2006-instruction-manual-with-covers.pdf


Montag, 16. April 2012

Manta (Manta birostris) tauchen auf Bali

Der Riesenmanta (Manta birostris) mit seiner Spannweite bis zu sieben Metern und einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen ist regelmäßig in Nusa Penida am Mantapoint anzutreffen. Wir fahren mit dem Fastboot von Padang Bai aus los, um den Riesenmanta eine Rochenart aus der Unterfamilie der Teufelsrochen an seiner Reinigungsstation im süden von Nusa Penida auf Bali zu besuchen. Der Name Manta ist spanisch und bedeutet soviel wie Decke. Mit einer Decke haben die elegant dahingleitenden Riesenmantas jedoch wenig gemein. Selbst beim Schnorcheln auf Nusa Penida kann man die Mantas elegant im Wasser dahingleiten sehen, denn man trifft sie hier in Bali in einer Tiefe von 3 bis 10 Metern im flachen Wasser an. Im Gegensatz zu vielen anderen Rochenarten besitzen sie keinen Giftstachel.

Mantas ernähren sich ausschließlich von im Wasser daherschwimmendem Plankton, das sie beim Schwimmen an der Wasseroberläche einfangen. Daher halten sich die eleganten Tiere meistens nahe der Wasseroberfläche auf, wo sie ihre Nahrung aus dem Wasser filtrieren. Zu beiden Seiten des Kopfes besitzen Mantas je eine Kopfflosse. Mit diesen Flossen führen sie ihrem Mund zusätzliches planktonreiches Wasser zu.

Die Mantas gleiten elegant fast wie Vögel im Wasser dahin, da sie ihre Flossen ähnlich wie Vogelflügel benutzen. Dabei erreichen die Mantas eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 9–12 km/h.

Riesenmantas sind kosmopoliten und weltweit in allen tropischen Ozeanen küstennah in geringer Wassertiefe anzutreffen. Auch hier in Nusa Penida sind die wunderschönen und elegant dahin schwimmenden Tiere in ihrer Putzerstation im flachen Wasser am Mantapoint anzutreffen.

Leider werden sie noch immer gejagd und daher auf der roten Liste der IUCN aufgelistet. Sie gelten zwar noch nicht als vom Aussterben bedroht, aber ihr Bestand ist wegen der geringen Vermehrungsrate als sehr empfindlich einzustufen.

Die ungewöhnlichen und wunderschönen Tiere sind ungefährlich und dulden sogar Taucher an ihrer Seite. Auf gar keinen Fall sollte man Mantas anfassen und die empfindlichen Tiere berühren! Wir behalten uns vor in solch einem Fall den Tauchgang sofort abzubrechen!!!!

Der männliche Manta wird erst im Alter von fünf Jahren geschlechtsreif. Bei der Paarung führt das Männschen seinen sogenannten Klaspern in die Kloake des Weibchens ein. Es dauert bis zu 13 Monaten bis ein ca. 1,9 Meter breites und bis zu 10 kg schweres Junges Mantababy zur Welt kommt. Im letzten Jahr konnten wir am Bauch einiger Weibchen ein Dreieck der Schwangerschaft entdecken. Da die Mantas jedoch erst spät geschlechtsreif werden, langsam wachsen und eine geringe Nachwuchszahl haben und auch hier auf Bali nicht geschützt - also gejagd werden dürfen - ist ihr Bestand auch weiterhin bedroht!

Menschen jagen die Mantas noch immer durch Harpunieren und ihr Fleisch gilt einigen als lokale Spezalität, da ihre Leber sehr ölreich ist. Auch fallen die Tiere Treib- und Stellnetzen zum Opfer. Damit ist der Mensch der größte Feind der Mantas.

Quelle: Wikipedia, Manta

Bilder: Viktoria Kleyer Padi Instructor Amed Scuba