Sonntag, 27. Mai 2018

Manteltiere in Bali

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Bunte Farben bestimmen das Riff. Bewegungen lenken das Auge, sodass wir oft nach dem außergewöhnlichen und exotischen schauen, aber dabei beim Tauchen im Korallenriff faszinierende Details übersehen, die sich direkt unter unserer Nase befinden. Oft trifft das auf die bunte und für mich faszinierende Klasse der Tunicaten oder Manteltiere zu, zu denen die Salpen, Seescheiden oder Appendikularien gerechnet werden. Oft werden sie von Tauchern übersehen, dabei handelt es sich hierbei um unsere Ur-, Ur-, Urahnen. Dies ist eine der gewöhnlichsten, aber oftmals übersehenen Gruppe von Meerestieren. Siehst Du das Manteltier in diesem Bild? Sofort ins Auge fällt die bunte grüne Nachtschnecke Nembrotha. Doch sitzt sie auf einem gelben Manteltier auf. Diese Manteltiere sind häufig hier in AmedKorallenriffen anzutreffen, während der Taucher am Riff entlang gleitet. Überaus interessante kleine Geschöpfe, die sich bei Berührung zusammenziehen und über die ich hier berichten möchte, um diese spezielle Tiergruppe dem Betrachter
näher zu bringen. Während der Taucher am Riff entlang gleitet, bewegt er sich über kleinen bunten Röhren. Glühbirnenähnliche oft durchscheinende Körper mit zwei Öffnungen tauchen vor uns auf, die sanft pulsieren, um ihre Einströmöffnung zu öffnen und zu schließen. Mund und After liegen hier in zwei Öffnungen dicht nebeneinander und saugen nährstoffreiches Meereswasser ein und stoßen es auf der anderen Seite wieder sanft aus. Wir stehen vor einem Manteltier oder Tunicaten oder einer Gruppe von ihnen, denn oft leben sie in Kolonien unabhängig voneinander. Manteltiere belegen einen Platz unter den am meisten vorkommenden Invertebraten des Ozeans. Mit mehr als 2100 bekannten Arten besetzt diese Tiergruppe alle Nischen von der Arktis bis hin zu tropischen Gewässern.
Blaue Manteltiere in Bali
Als Jungtiere schwimmen sie frei oftmals als Plankton umher, bis sie einen Platz gefunden haben, an dem die sich niederlassen. Sie stellen die erste Tiergruppe, deUnterstamms der Chordatierreie, die bereits als Jungtiere eine Chorda dorsalis ausgebildet haben. Diese Chorda dorsalis entwickelt sich bei den höheren Wirbeltieren, die ebenfalls zu den Chordaten gehören zur Bandscheibe aus. Damit handelt es sich bei dieser Tiergruppe, um Vorfahren aus unserer Evolutionslinie der Wirbeltiere. Zu ihnen gehören die Seescheiden, die Salpen und die Copelata oder Appendiculata. Die Chorda dorsalis entwickelt sich bei den sich evolutionär später ausbildenden Wirbeltieren die Bandscheibe. Tunicaten gehören zu den Chordaten. Ihre Zugehörigkeit zu der Tiergruppe der Wirbeltiere (Chordaten) ergibt sich aufgrund der Organisation ihrer Larven, be denen der Ruderschwanz der Larven von einer Chorda dorsalsi und einem Neuralhohr durchzogen wird. Nur bei den pelagisch lebenden Appendicularien gilt das auch für die erwachsene Form (Adultform)

Blaue Manteltiere mit Amed Scuba

Der Dichter und Naturforscher Albert von Chamisso beschreibt diese Tatsache bereits auf seiner Forschungsreise auf der russischen Rurik in den Jahren 1815 bis 1818, wo er den Generationswechsel der Salben erkennt und wissenschaftlich festhält. Wissenschaftlich erringt Chamisso mit der Entdecke des Generationswechsels bei den Salpen höchste Anerkennung. Die Tiere können sich abwechselnd geschlechtlich und ungeschlechtlich Fortpflanzen. Als Plankton treiben die Salpen freischwimmend der Strömung folgend im Ozean oder sie haben sich wie auf den Bildern stationär häuslich festgesetzt.


Mit Amed Scuba findest Du hunderte dieser häuslichen sehr farbenfrohen Manteltierarten in Balis Korallenriffen. Einige der Tiere leben solitär während andere wiederum in Gruppen zusammen stehen und den Eindruck eines blühenden Blumenstraußes vermitteln.


Hat man einen Tunicaten entdeckt und ihre Gestalt erfasst, so ist es ein Kinderspiel andere Manteltiere in vielfältigen Farben zu erkennen, denn ihre Gestalt ist immer gleich. Ebenfalls wie Schwämme oder Mollusken filtern die Manteltiere planktonhaltiges Wasser in ihren Körper zum Essen hinein. Aber hier enden bereits die Ähnlichkeiten mit diesen Tiergruppen, den bei den Manteltieren handelt es sich bereits um eine fortgeschrittenen Tiergruppe, die am Anfang der Wirbeltier-Reihe steht. Also stehen diese Invertebraten mit ihrer bereits vorhandenen Chorda dorsalis direkt eine Stufe unter den Vertebraten und sind somit evolutionär unsere Urahnen.

Blaue Tunicaten, Amed Scuba Bali


Hast Du diese Tiere erst einmal wahrgenommen und mehr über sie erfahren, so betrachtest Du sie beim Tauchen in einem ganz neuen Licht!

Viel Freude beim Tauchen in Bali wünscht Amed Scuba Bali
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Pegasus - Flügelrossfische

Pegasus, Flügelrossfische mit Amed Scuba in Puri Jati

Die meisten Fischarten leben im Bereich der bunten Korallengärten, die sich im Norden und Nordosten von Bali häufen. Es gibt jedoch auch Fische, die andere Lebensräume bevorzugen wie zum Beispiel sandigen oder kieselartigen Untergrund. Zu diesen Fischen gehören die Flügelrossfische. Flügelrossfische oder auch Seemotten wird eine Fischfamilie (Pegasidae) genannt, die nur aus 5
unterschiedlichen Arten besteht und flache Regionen des westlichen Indopazifiks und des Roten Meeres bewohnen. Eine ganz besondere kleine Schönheit, die im englischen Seamoth oder Pegasus Fish genannt wird und wissenschaftlich in die Ordnung Seenadelartige (Syngnathiformes) eingeordnet wird und damit mit den Seepferdchen und Fetzenfischen verwandt sind. Man zählt diese Arten zu den sogenannten Critter, also kleinen ungewöhnlich aussehenden Tieren, die sich auf Sand- und Kiesböden aufhalten und nur sehr seltener in Korallenriffen. Die größten Arten werden bis ca. 13 cm lang, ihr Körper ist kurz und bis auf den Schwanz, abgeflacht. Er steckt in einem Knochenplatten-Panzer. Das kleine, zahnlose Maul ist unterständig; es wird vom Rostrum, das durch Verschmelzung der langen Nasenschilde entstanden ist, überragt.
Es gibt keinen Geschlechtsdimorphismus, die weiblichen und die männlichen Tiere sehen gleich aus, wobei das Männchen in der Regel etwas kleiner ist und dem Weibchen unter Wasser hinterherläuft. Die Tiere sind in der Regel tagaktiv und sehr sesshaft. Man trifft sie oft an der selben Stelle an. Größere Strecken legt er in der Regel nicht zurück, da er über den Boden zu laufen scheint und dabei kleine Tiere mittels der vorstülpbaren Kiefer in seinen Mund einsaugt.
Tauchreise mit Amed Scuba in Bali

Als erwachsenes Tier geht der Flügelrossfisch eine feste, vermutlich lebenslange Partnerschaft mit dem anderen Geschlecht ein. Die Fische leben also monogam. Monogamie ist bei meereslebenden Fischen überaus selten.
Flügelroßfisch in Puri Jati, Amed Scuba Bali
Die Flügelrossfischpaare pflanzen sich in verhältnismäßig kurzen Intervallen fort. Sie schwimmen dazu in der Abenddämmerung gemeinsam zur Wasseroberfläche. Dort gibt das Weibchen eine größere Anzahl Eier ins freie Wasser ab, worauf das Männchen sie sofort besamt. Innerhalb von nur 24 Stunden schlüpfen aus den Eiern winzige Jungfische, die den adulten Tieren nicht gleichen. Eine zeitlang treiben sie als Plankton mit der Meeresströmung und ändern mit jeder Häutung ihr Aussehen.
Amed Scuba Bali
In Intervallen von einem bis fünf Tagen häutet sich der Flügelrossfisch. Obwohl der Häutungsvorgang bei landlebenden Reptilien einen sehr häufig zu beobachtender Vorgang darstellt, ist dies für Fische sehr ungewöhnlich, denn dient doch die Haut als Schutz vor Austrocknung. Diese Gefahr besteht bei Fischen eigentlich nicht und eine mechanische Abnutzung findet im Wasser eher nicht statt. Der Flügelrossfisch steckt von Kopf bis Fuß in einem engen Hautknochenpanzer und besitzt eine vollständig verhornte Oberhaut. Die alte Haut reist zunächst am Kopf ein und der Fisch entledigt sich der restlichen Haut in ruckartigen Bewegung und mit kräftigem Atmen, so dass Umgebungswasser unter die alte Haut gelangt. Warum sich der Flügelrossfisch häutet ist noch nicht abschließend geklärt. Eine Theorie besagt, dass der Fisch im Laufe seiner stammesgeschichtlichen Entwicklung eine Oberhaut ausgebildet hat, die der Tarnung dient und verstärktes Algenwachstum fördert, der schnell wuchern kann. Aus gesundheitlichen Gründen muss die Oberhaut daher regelmäßig abgestoßen werden, um Krankheiten vorzubeugen.
Auch mehrere Familien der Drachenköpfe und der Steinfische verfügen ebenfalls über eine verhornte Oberhaut, die regelmäßig abgestreift werden muss. Diese Fischarten zeigen eine ähnliche Lebensweise wie der Flügelrossfisch. Sie sind jedoch nicht mit den Flägelrossfischen verwandt, sondern gehören zur Ordnung der Panzerwangen (Scorpaeniformes). Es scheint so, dass sich das Phänomen der Häutung bei den Fischen mindestens zweimal separat ausbildet hat. Daher kann man dies als eine konvergente Entwicklung betrachten.
Die Nahrung der Flügelrösser besteht aus kleinem Zoobenthos (Krustentiere, Muscheln pp) und ihr Laichen erfolgt im freien Wasser nahe der Oberfläche. Abgesehen von seiner Tarntracht und seinem Knochenpanzer, der ihn für gewisse Fressfeinde zu einer harten Nuss macht, verfügt der Flügelrossfisch über keine Feindabwehrmittel oder - Maßnahmen. Die systematische Zuordnung der Flügelrossfische war lange umstritten. Früher wurden sie oft als eigene Ordnung Pegasiformes geführt. Heute werden sie zu den Seenadelartigen, Syngnathiformes, gerechnet. Zu den identifizierten Arten gehört der Zwerg-Flügelrossfisch, der Hawaii-Flügelrossfisch, der Skulpturierte Flügelroßfisch, der Ziegel-Flügelrossfisch und der Schlanke Flügelroßfisch.
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Mondfisch in Bali ( Mola mola )

Mola mola (Mondfisch / Sunfish)
Tauchen auf Bali

Wir nähern uns langsam der Mola mola (Mondfisch oder sun fish) Saison in Bali und das Team von Amed Scuba hofft, Euch auch dieses Jahr wieder Mondfische und Mantas als Besonderheiten beim Tauchen auf Bali präsentieren zu dürfen.
Wir sind hier auf Bali in der glücklichen Lage diese Unterwasserschönheiten regelmäßig sehen zu dürfen. Von Padang Bai aus fahren wir mit dem Fastboot zu den wundervollen Tieren und erleben sie dort in ihrem natürlichen Habitat im kühlen Wasser der Chrystal Bucht von Juli bis Ende August.
Der Mondfisch oder Mola mola gehört in die Ordnung der Kugelfischverwandten (Tetraodontiformes) in die Familie der Mondfische (Molodea) und finden sich dann in der Gatung und Art der Mola mola (Mondfische). Er zählt als der schwerste Knochenfisch (Osteichthyes) der auf der Welt lebt. Mit einer Größe von 4,2 mal 3.1 Metern bringt der Mondfisch ein Gewicht von bis zu 2.268 kg auf die Waage. Haie und Rochen können zwar schwerer werden, gehören jedoch zu den Knorpelfischen (Chondrichthyes).
Regelmäßig, wenn die Wassertemperaturen auf Bali sinken, taucht der Mondfisch im kühlen Wasser der Mondfischbucht (Chrystal Bay) in Nusa Penida auf, um sich von einem Schwarm von Wimpelfischen (Heniochus diphreutes) von seinen Parasiten befreien zu lassen.
Mondfische sind etwas unbeholfene Schwimmer. Ihr Körper ist kurz und diskusförming. Sie bewegen ihre After- und Dorsalflosse, um zu navigieren. Eine Schwanzflosse fehlt den Mondfischen zur Fortbewegung, dafür entwickelten sie den sogenannten Clavus, einem gewellten Hautflossensaum, der sich im Laufe der Ebryonalentwicklung nur bei den Mondfischen anstelle der Schwanzflosse herausgebildet hat und somit ebenfalls eine Besonderheit dieser Tiere darstellt! Der Clavus reicht von der Dorsal- bis hin zur Afterflosse und lässt diesen Fisch sehr ungewöhnlich aussehen. Dorsal- und Afterflosse haben die gleiche hohe, dreieckig-spitze Form. Sie sitzen weit hinten, einander symmetrisch gegenüber und sind das Hauptantriebsorgan des Mondfisches. Zum Vortrieb werden sie synchron seitlich geschlagen. Beide Flossen haben eine schmale Basis und sind steif. Eine Schwimmblase fehlt diesen Fischen.
Die Kiemenöffnung ist zu einem kleinen Loch oberhalb der Basis der Brustflossen reduziert und durch Auspressen von Wasser kann ein Rückstoß erzeugt werden. Das Maul ist sehr klein und steht meist offen und die Zähne sind zu einem papageiartigen Schnabelspange verwachsen.
Die schuppenlose Haut des Mondisches ist lederartig und elastisch mit einer Dicke von 7,5 cm. Mondfische enthalten möglicherweise, wie Koffer- und Kugelfische, das Nervengift Tetrodotoxin.
Normalerweise leben Mondfische im offenen Ozean bis in einer Tiefe von 480 Metern kann der flache Fisch angetroffen werden. Oft halten sich die Fische jedoch an der Oberfläche auf, entweder  senkrecht schwimmend, wobei die Rückenflosse, wie bei einem Hai, aus dem Wasser ragen kann, oder in Seitenlage, waagerecht an der Wasseroberfläche treibend.
Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus gallertartigen Lebewesen wie Quallen und Salpen, sie filtrieren aber auch Plankton.
Mondfische sind extrem fruchtbar. Ein Weibchen kann pro Laichvorgang bis zu 300 Millionen Eier legen, die höchste Zahl aller Fischarten. Die Eier haben einen Durchmesser von einem Millimeter. Die Larven sind beim Schlupf 3 mm lang und besitzen noch eine normale Schwanzflosse.


Quelle Wikipedia, Mondfisch
Fotos: Viktoria Kleyer Padi Instructor

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Bali - Amed Scuba - Ökologische Analyse unseres Hausriffes

Riffökologie - Das Korallenriff von Jemeluk

Amed Scuba
An einer hufeisenförmigen Bucht gelegen, findet sich im Nordosten Balis das kleine Fischerdorf Jemeluk. Das Korallenriff von Jemeluk ist das Hausriff von Amed Scuba und wunderschön bewachsen mit unterschiedlichen Hart- und Weichkorallen. Biologisch bietet das Hausriff von Amed Scuba eine Vielzahl unterschiedlicher Riffabschnitte, die hier in diesem Bericht vorgestellt werden. Amed Scuba taucht mit seinen Gästen an über 20 unterschiedlichen Tauchplätzen in der Nähe unserer Hausbucht, die wir in nur ca. 15 bis 20 Minuten Fahrzeit erreichen können. Unsere Hausbiologin führt in die Riffökologie unserer Tauchplätze ein.
Tauchen Sie ein mit Amed Scuba in das Tropenparadies Bali!

 Definition Korallenriff

Ein Riff ist eine maßgeblich von lebenden Organismen aufgebaute, meist bankförmige Struktur, die vom Meeresboden bis hin zur Wasseroberfläche reicht und so groß wird,

Korallengarten in Amed - Jemeluk


dass sie erheblich die physikalischen und damit auch ökologische Eigenheiten ihrer Umgebung beeinflusst. Ihre Konsistenz ist hinreichend fest, den anbrandenden Wasserflächen zu widerstehen und damit einen vieljährigen, charakteristisch gegliederten Raum für spezifisch angepasste Bewohner zu bilden. (H. Schumacher 1976)

 Korallenriffart
Hart- und Weichkorallen bewachsen die Wände

Korallenriffe sind über die Zeit hinweg verschiedenen biotischen und abiotischen Auf- und Abbauprozessen unterworfen. Wellenbewegung, Strömung, Stürme, Schwankungen des Meeresspiegels, Temperaturanstiege, Salinität, Erosionsprozesse und Wachstumsprozesse und auch der Tourismus haben Einfluss auf das Korallenriffwachstum und den Riffaufbau.

 Saumriff

Bei dem Korallenriff von Jemeluk handelt es sich um ein sogenanntes Schelfriff, das auf dem Kontinentalschelf entstanden ist und das sich vom ozeanischen Riff unterscheidet, das sich im tiefen Meer bildet. Genauer können wir das Korallenriff von Jemeluk, wie die meisten Korallenriffe, in den Rifftyp Saumriff einordnen. Das Saumriff ist der am häufigsten verbreitete Rifftyp, welches die Küste als sogenannte Strand- oder  Ufersaumriffe säumen. Charakteristisch für das Saumriff ist seine
In Amed findet man eine Vielzahl unterschiedlicher Korallenriffarten
Vasenschwämme wachsen auf den Korallen, Amed Scuba

Informationen über das Tauchen erhalten Sie auch bei Anfrage unter halloscuba@yahoo.com

Entstehung.  Auch das Saumriff von Jemeluk bildet sich zunächst als schmaler Riffsaum vom flachen Ufer aus und wächst von der Niedrigwassergrenze an seewärts aus der geschützten Bucht heraus, wobei die Oberfläche des Korallenriffes zunächst geleichmäßig dicht unter der Wasseroberfläche bleibt. Die Riffkante wächst immer weiter in das Meer hinein und in Jemeluk aus der geschützten Bucht heraus. Die Ausdehnung in Richtung des Meeres hängt dabei davon ab, wie steil der Meeresboden abfällt, wie intensiv das Korallenwachstum ist und wie stark die Erosionskräfte wirken, die an Abbauprozessen beteiligt sind. Ein Riff wie das Saumriff in Jemeluk wirkt auch als Wellenbrecher, seine Existenz schafft Brandungs- und Stillwasserbereiche, die zu unterschiedlichem Korallenwachstum führen. Hierbei kann es an der Riffkante zu Erosionserscheinungen kommen, wenn die Wellen und der Rückfluss die Korallen mitreißen, wenn diese noch nicht ausreichend innerhalb der Korallenformation verankert und durch die anderen Korallenformationen geschützt sind. Natürlich beeinflussen auch andere abiotischen Faktoren das Riffwachstum mit. Ein Saumriff weist somit eine bestimmte individuell ausgestaltete Riffzonierung auf und gliedert sich in Uferregion, Riffdach, Riffkante und Riffhang. Diese Gliederung wird im Folgenden auf das Riff in Jemeluk angewandt.

 
Tauchen entlang des Riffhanges mit Gruppen von Fahnenbarschen, Amed Scuba

Aufbau des Saumriffes von Jemeluk:

1. Riffdach
2. Riffkante
3. Riffhang
4. Uferbereich

1. Riffdach

Jemeluk ist eine strömungsfreie Bucht, die sich im Nordosten Balis befindet und von dieser wächst ein Saumriff hinaus ins Meer. Der Einstieg in das Korallenriff erfolgt direkt vom Strand aus. Das Meer weist hier einen Tidenhub von bis zu 2 Metern auf, so dass am Strand-Einstieg ein kürzerer oder etwas weiterer Riffkanal entlang des Ufers zu finden ist, dessen Boden aus kleinen schwarzen Lavasteinen besteht.

Als Riffdach wird die weitgehend horizontale Oberseite des gesamten Riffaufbaus bezeichnet und die teilweise an der Oberseite, durch den Tidenwechsel bedingt, auch trockenfallen kann. Das Riffdach befindet sich zwischen dem Strand/Ufer und der Riffkante, die im Anschluss in den Riffhang abfällt.

Balis Riffe wachsen in glasklarem Wasser bis zur Wasseroberfläche, Amed Scuba
Die Oberseite des Riffdaches reicht oft – wie oben bereits erwähnt - hinauf bis direkt unter die Niedrigwassergrenze und fällt hier in Jemeluk teilweise trocken. Es bildet sich zum Schutz für die Korallen auf der Oberseite des Riffes ein sogenannter Algenrücken aus. Nur die bei Ebbe über die Wasserlinie hinausragenden Korallen sterben dabei ab und die dadurch trockenfallenden Korallen erhalten an ihrer Oberfläche einen schützenden Rotalgenrücken. Die Rotalgen überwachen hier die Korallen und bilden den sogenannten Algenrücken auf der zeitweise trockenfallenden Oberfläche aus. Fallen die empfindlichen Korallen trocken, so sterben die empfindlichen Korallenpolypen ab. Weißlich-braune und rosa-violette Kalkalgen oder kurzfädige Algenrasen bedecken die Korallen und ragen bei Trockenheit über das Riffdach hinauf. Die darunterliegenden Korallen werden dadurch geschützt. Kleinere bunte und tropische Doktorfische, Papageifische und Drückerfische grasen hier ihre Nahrung ab und reinigen das Riffdach von den Algenrückständen. Gleichzeitig schützen diese Kalkalgen die darunter befindlichen bunten intakten Korallen vor direkter Sonneneinstrahlung und halten die darunter wachsenden Korallen feucht. Kleine Ablaufkanäle durchwachsen das Riffdach Richtung Riffhang, durch welches das durch die Wellen angebrandete Stauwasser wieder ablaufen kann. Diese kleinen Kanäle sind voller Leben, da sie von nährstoffreichem Wasser durchspült werden. Auf dem Riffdach selber bleiben die Temperaturschwankungen daher trotz Flachwasserbereichen gering, da durch Wellenbewegungen und dem Wechsel von Ebbe und Flut laufend frisches Wasser das Riffdach von Jemeluk durchfließt. Neben diesen tiefeingeschnittenen Rillen, dem sogenannten Grat-Rinnesysem, finden sich hier in Jemeluk ebenfalls Brunnen und Krater, also Einsenkungen in das Riffdach, die zum Teil einen halben bis einen Meter Ausdehnung umfassen können. Diese kleinen Kanäle und Einsenkungen verbinden sich zu einer Art kleinem verzweigtem grottenähnlichem Hohlraum- und Lückensystem.
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2. Riffkante

An das Riffdach schließt sich zum offenen Meer hin die Riffkante an. Als Riffkante bezeichnet man die schmale Übergangsregion zwischen horizontalem Riffdach und anschließendem Riffhang. Es handelt sich dabei um die Brandungszone, die von Januar bis Anfang März in Jemeluk auch als Wellenbrecher fungiert. Diese Brandungszone wird von stärkerer Wasserbewegung beherrscht. Anlaufende Wellen enthalten viel Sauerstoff, aber auch Sedimente. Die Sicht ist in diesem Bereich nicht immer gut, wenn es zu Wellenbewegungen kommt. In dieser extremen, durch Wasserbewegung geprägten Zone können sich nur wenige Tiere gut ansiedeln. Vor allem finden sich in diesem Übergangsbereich viel „Korallenschrott“. Abgerissene Korallen finden sich in diesem Bereich vermehrt. Hierbei handelt es sich vornehmlich um Geweihkorallen, auf denen sich verschiedene Pilzkorallen und auch Krustenanemonen angesiedelt haben. Oktopus, Steinfisch oder verschiedene Nacktschnecken finden hier zwischen den abgebrochenen Korallen Schutz und Jagdrevier. Zwischen diesen abgebrochenen Korallen finden auch kleine bunte Fahnenbarsche Schutz, die sich bei Gefahr zwischen die abgebrochenen Korallenstücke flüchten. Durch die anbrausenden Wellen entstehen von der Außenseite des Riffes ebenfalls Rinnen und Lagunen, die sich bis in das Riffdach hinein fortsetzten. In den Bereichen, wo wenig Wasserbewegung stattfindet oder die geschützt sind, wachsen Weichkorallen und es finden sich Anemonenfische darin.

 

3. Riffhang
Wunderschöne Rifflandschaften erwarten Sie im Tropenparadies Bali, Amed Scuba

Verlässt der Taucher die strömungsgeschützte Bucht in Richtung offenes Meer, so fällt in Jemeluk der Boden steil nach unten ab. Das Riff wächst weiter in das Meer hinaus. Der Riffhang ist daher der durch geologische Bedingungen abfallende Bereich des Korallensaumriffes. Hier halten sich die meisten Tiere auf. Wundervoll bewachsen mit Hart- und Weichkorallen, Schwämmen, bunten Manteltieren, bestückt mit Federsternen überzeugt der Riffhang durch seine hohe Artenvielfalt! Der Riffhang fällt in Jemeluk von 16 Metern hinab in ca. 45 Meter Tiefe ab. Gegen das offene Meer ausgerichtet, profitiert dieser Teil des Korallenriffes optimal vom Wasseraustausch. Eine leichte Strömung führt zurück in die Bucht und kühleres Wasser aus der Tiefe steigt auch herauf und sorgt für eine optimale Sauerstoff- und Planktonversorgung. Daher findet sich hier eine so hohe Artendichte und das Korallenwachstum ist meerwärts ebenfalls am stärksten.
Tauchen Sie mit Amed Scuba ein in das Tropenparadies Bali

Bunte Fischschwärme schauen in Richtung des durch die Strömung herangeführten Planktons und finden in der Nacht Schutz in den Grotten, Spalten und Rinnen der Brunnen- und Grottensysteme innerhalb der abfallenden Riffwand. Nachts jagen auch Weißspitzen Riffhaie entlang der Wand, da sich dort auch viele Großfische wie Napoleon Lippfische und Großbarsche befinden und neben Muränen entlang des Hanges entlang jagen. Die Riffspalten bieten jedoch auch optimalen Schutz und ideale Verstecke, so dass man hier auch Snapper und andere kleinere Fische vorfindet.

 

4. Der Uferbereich
Riesige Tafelkorallen säumen das Riff, Amed Scuba

Der Uferbereich des Korallensaumriffes ist geprägt durch Erosion der herankommenden Wellen. Oftmals finden sich in diesem Bereich in Ufernähe kleine Sand- oder Steinbänke. In den Vulkansteinen verstecken sich Seeigel aber auch Steinfische finden optimale Tarnung. Ein Grund nicht ohne Schuhe in das Wasser zu gehen.

Die Bucht von Jemeluk bietet dank ihres flachen Uferbereiches und dem korallenfreien Uferkanal optimale Einstiegsmöglichkeiten vom Land aus. Und der Taucher findet ein gesundes und lehrbuchartigen, gesunden Korallengarten in Jemeluk vor.

 

Amed Scuba, Tauchen in Amed

Das Team von Amed Scuba Bali würde sich sehr freuen, Ihnen die Schönheit unserer Korallengärten zu zeigen und Ihnen die Meeresbiologie ein wenig Näher zu bringen.

Weiter Informationen zu den Tauchgebieten in und um Amed findet der Leser unter

Mit freundlichen Grüßen

Christine Sbick

halloscuba@yahoo.com

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Aufbau des Saumriffes in Jemeluk:

Riffkante vor der Steilwand, Amed Scuba Bali

Schwarmverhalten


Amed Scuba, Großaugenmakrelenschwarm
Umgeben von bunten Korallen, Schwämmen und farbenfrohen tropischen Rifffischen tauchen mein Buddy und ich die Steilwand von Jemeluk entlang. Eine leichte Strömung bewegt das glasklare, sonnendurchflutete Wasser. Innerhalb von Sekunden hatte sich der Himmel über uns verdunkelt und wir sehen zur Wasseroberfläche hinauf. Am Horizont erscheint eine silbrige und pulsierende Siluette, die sich wie ein Kreisel zu drehen scheint und sich wie ein einziger großer Körper bewegt. Doch besteht dieser große Organismus aus tausenden einzelner Fische, die sich zu einem Schwarm zusammengefunden haben. Wir fragen uns, wo dieser Schwarm so plötzlich hergekommen ist. Die Choreographie ist perfekt. „Dann plötzlich vollzog der Schwarm eine Korrektur seiner Position um wenige Grad, die alle Tiere kollektiv vollführten und die Leiber schmiegten sich noch enger aneinander.“  Welcher der Fische hatte dieses Signal zur Kurskorrektur entsendet? In einem Schwarm sind alle Fische gleichberechtigt. 
e-mail: halloscuba@yahoo.com
Großaugenmakrelenschwarm in Bali, Amed Scuba
Großaugenmakrele in Bali, Amed Scuba
Weder gibt es ein Leittier dem alle folgen noch einen festen oder zugewiesenen Platz. Jeder Fisch besetzt jede Position und aus diesem Grund findet keine Spezialisierung noch zentrale Steuerung statt. Auffällig ist, dass Schwärme die Tendenz haben zu wachsen und sich zu verdichten. Die Tiere suchen Schutz in der großen Gruppe, die sie als Einzeltier nicht haben. Es stellt sich dem Betrachter die Frage, woher wissen die Fische jedoch in welche Richtung sie zu schwimmen haben, wenn es hier in dieser Gruppe keinen Anführer, kein Leittier gibt. Taucht man in einen Fischschwarm hinein, so ist dies jedes Mal wieder eine einzigartige Erfahrung. Die Wand 
Amed Scuba, Büffelkopfpapageienfische
aus Fischen öffnet sich vor dem Taucher und schließt sich lautlos hinter ihm. Die Fische nehmen den Taucher furchtlos und ungestört in ihre Mitte auf und gehen weiterhin ungestört, geschäftig ihrem Treiben nach. Die Gruppe nimmt daher auch fremde Fischarten auf und muss nicht auf eine einzige Art beschränkt sein. Abstand halten die Fische nur vor den Luftblasen, die der Pressluftflasche des Tauchers entweichen. Der Schwarm ist ein dynamisches Gebilde und bleibt immer in Bewegung. Typische Schwarmfische folgen ihrem angeborenen Schwarmtrieb. Im Schwarm zu schwimmen muss weder von ihnen erlernt noch geübt werden. Der Trieb im Schwarm zu schwimmen ist ihnen angeboren und bietet ihnen den nötigen und gesuchten Schutz innerhalb der Gruppe. Der Wissenschaftler Craig Reynolds arbeitet an mathematischen Modellen, um Schwärme am Computer zu simulieren. Die Computersimulation zeigt drei Regeln, denen die Schwarmbildung folgt:

1. Kohäsion
Bewege dich in Richtung des Mittelpunkts derer, die du in deinem Umfeld siehst. 2. Separation
Bewege dich weg, sobald dir jemand zu nahe kommt. 3. Alignment
Amed Scuba, Fischschwarm im Japanischen Schiffswrack
Bewege dich in etwa in dieselbe Richtung wie deine Nachbarn.

Vorteile bringt das Schwarmverhalten, da die Fische entspannter ohne Angst fressen können, paarungsbereite Partner in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden sind und Tarnung vor möglichen Fressfeinden.
Amed Scuba - Zum Schutz der Tiere wird ein Schwarm gebildet

Dadurch ist ein Schwarm die fast perfekte Methode um zu überleben. Ein Raubfisch wird es in der sich ständig verändernden Masse nicht schaffen, sich auf ein einzelnes Individuum zu konzentrieren und gezielt danach zu schnappen. Gefressen werden die Fische, die den schützenden Schwarm verlassen, da sie nicht in der Lage sind dessen komplexe Bewegung zu folgen. Für Räuber sind sie dann eine leichte Beute. Auch kann ein Räuber nur eine begrenzte Anzahl Fische fressen. Statistisch steigt dadurch die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Schwarmfisches.
Amed Scuba - Eine Gruppe hat die Tendenz zu wachsen und sich zu verdichten

Auch muss ein einzelner Fisch immer wachsam sein und nach Räubern Ausschau halten. Diese Zeit kann er nicht zum Fressen nutzen. Die vielen Augen in einem Schwarm sind effektiver und geben mehr Zeit zum Fressen und zur Paarung.

Doch auch Schwärme werden aufgerieben. Mit weit aufgerissenen Mäulern 
Amed Scuba, Fischschwarm
schwimmen Haie mit hoher Geschwindigkeit in die Fischleiber. Immer und immer stoßen sie in den Schwarm hinein. Ein paar Fische erwischen sie immer, aber ihr Ziel ist es, den kompakten Schwarm zu deorganisieren und seine Struktur zu zerstören. Einzelne Fische oder kleine Gruppen sind dann eine leichte Beute Schwärme ziehen auch viele Räuber an.
Amed Scuba - Fische und ihr Schwarmverhalten

Der klassische Schwarmfisch hier in Amed ist wohl die Großaugenmakrele, aber auch Büffelkopfpapageienfische bilden große Schwärme aus, wenn sie ihr Nachtlager verlassen. Doch nicht nur friedfertige Planktonfresser organisieren sich auf diese Weise, auch Raubfische wie der Barrakudas bilden Schwärme aus, um miteinander gemeinsam zu jagen. Da spricht man dann allerdings von "Schulen", aber wo ist der Lehrer? Auch die Hammerhaie vor Cocos Island im Ostpazifik schwimmen in Schwärmen – Entschuldigung, Schulen herum Anderswo sind Hammerhaie ausgesprochene Einzelgänger. Fürchten sie sich alleine?
Amed Scuba, Makrelenschwarm

Nicht nur im Meer, auch an Land bilden Tiere große Gruppen, weil sie im Kollektiv sicherer sind als ein Individuum. Bei Säugetieren nennt man sie nicht Schwärme oder Schulen, sondern Herden. Bei Insekten und Vögeln wiederum schon. Da kenn sich noch einer aus!

Schwärme sind wie eine große Tanzveranstaltung ein Ort leicht auf einen potentiellen Partner zu treffen, um sich kennen zu lernen und um sich fortzupflanzen ohne nach einem räumlich weit entfernten und verborgenen Partner zu suchen.
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Liebe Grüße aus Bali, Christine Sbick
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Riffhaie

Weißspitzen-Riffhai ruht nach nächtlicher Jagd, Amed Scuba Bali
Der Riffhai hat eine Höhle gefunden, die ihm als Versteck dient. Vor Sonnenuntergang wird er nicht sehr aktiv sein. Amed Scuba
Die Abenddämmerung legt sich schnell über das Riff, langsam weicht das Sonnenlicht und zaubert diese wundervollen Farben des Rot - Violett, dass langsam Blautönen weicht nachdem die Sonne vom Horizont gewichen ist. Eine wundervolle verzauberte Zeit, die zur Ruhe einlädt und um den Tag passieren zu lassen. Aber auch eine wundervolle Zeit, um sich langsam für einen interessanten Nachttauchgang bereit zu machen. Nachts trifft man auf die Jäger des Riffes, die hungrig nach Nahrung suchen. Wer als Fisch noch keinen geschützten Schlafplatz gefunden hat, läuft Gefahr mit diesen Jägern in Kontakt zu kommen. Der Weißspitzen-Riffhaie (Triaenodon abesus) Jagd bevorzugt Nachts. Er stellt die einzige Art der Gattung Triaenodon innerhalb der Requiemhaie (Carcharhinidae) und man erkennt ihn an den weißen Spitzen der Rücken- und der Schwanzflosse. Der Weißspitzen-Riffhai kann bis zu 1.6 Meter lang werden und ist gekennzeichnet durch einen schlanken Körper mit einem breiten Kopf. Schnell wie ein Pfeil zieht er an uns vorbei, als er seine Beute, einen Papageifisch, der sich noch nicht in seinen Schlaf-Kokon gewoben hat, verfolgt. Ebenfalls besonders am Weißspitzenriffhai sind die deutlich ausgebildeten Hautlappen neben den Nasenlöchern und die große ovale Augen mit vertikalen Pupillen, die wir im Vorbeiziehen wahrnehmen. Menschen greift er nicht an, wenn man ihn in Ruhe lässt und er nicht von Menschen angefüttert worden ist. Der Weissspitzenriffhai ist der am häufigsten in Korallenriffen gesehene Hai des Indopazifik und vor Australien. Sein Verbreitungsgebiet reicht jedoch bis bis Südafrika in westliche Richtung und bis nach Zentralamerika in östlicher Richtung. Der Weißspitzenriffhai lebt vor allem in klarem Wasser nahe dem Meeresboden in Wassertiefen von 8 bis 40 Metern.
Bricht morgens früh um 6 Uhr die Dämmerung über dem "Regenwald des Meeres" an, so ist in dem Riff viel Bewegung. Viele nachtaktive Tiere sind noch nicht zur Ruhe gelangt und suchen nach einem leckeren Abendbrot bevor sie sich zur Ruhe begeben und viele andere Fische erwachen und machen sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach einem leckeren Frühstück. Eine ideale Jagdzeit für unseren Weißspitzen-Riffhai, der bereits eine erfolgreiche nächtliche Jagd hinter sich gebraucht hat. Mit vollem Bauch ruht er sich jetzt aus.
Riffhaie auf Jagd nach einem leckeren Happen, Amed Scuba Bali
Wenn das Sonnenlicht das Wasser erhellt, stellen viele Fische eine leichte Beute dar. Viele Rifftiere schützen sich durch Tarnung oder auch in großen Schwärmen. Der Riffhai ruht sich am frühen morgen oft noch aus. Anders als viele andere Haie, bleibt er an einer Stelle auf dem Meeresgrund bevorzugt versteckt unter Korallen, in Riffhöhlen oder Riffspalten liegen. Anders als die Requiemhaie der Gattung Carcharhinus und andere Verwandte Haiarten, die zum Atmen durchgehend schwimmen müssen, damit die Kiemen von Wasser umspühlt sind, kann der Weißspitzen-Riffhai das Atemwasser in den Kiemenraum pumpen und so ruhig auf dem Meeresboden liegen ohne sich zu bewegen. Oftmals sind die Tiere sogar standorttreu und man trifft sie oft unter der selben Koralle schlafend an. Einzelne Individuen können sich innerhalb eines Riffgebietes über Monate oder Jahre aufhalten oder regelmäßig in diese Gebiete zurückkehren.
Die Abenddämmerung stellt eine gute gute Jagdzeit für den Riffhai dar. Die Umrisse der Fische zeichnen sich vor dem Hintergrund der sinkenden Sonne deutlich ab. Viele tagaktive Fische begeben sich jetzt zur Ruhe. Eine ideale Jagdzeit für den Riffhai, der am Rand des Riffes entlang schwimmt und nach einem leicht zu fangenden Happen ausschau hält. Haie jagen nachts oft in Gruppen. Sie suchen nach Fischen, Hummern, Rochen und Krabben. Er jagt oft an Meeresabhängen, am Rande von Korallengärten oder auch auf dem Riffdach.
Weißspitzen-Riffhaie sind lebendgebärend (vivipar). Bei den wenigen bisher beobachteten Paarungen verfolgte das Männchen das fruchtbare Weibchen und versuchte, die Brustflossen des Weibchens zu greifen und es in eine Paarungsposition zu manövrieren. Die Weibchen bringen nach einer Tragezeit von ca. 13 Monaten 1 bis 6 Junghaie zur Welt.
e-mail: halloscuba@yahoo.com
http://www.amedscubabali.com

http://www.sharkproject.org

Muränen

Im flachen Wasser schwimmen mein Buddy und ich in Tulamben im Korallengarten. Die Korallen
Geistermuränenpaar mit Amed Scuba, Zwei Weibchen in einem gemeinsamen Versteck
sind hier zum Großteil leider bereits zerstört, so dass der Name Korallengarten, wenn man ehrlich ist, ein wenig irreführt. Jedoch beherbergt dieses kleine flache Tauchgebiet, was aus Geröllschutt besteht und das sich zwischen der Steilwand in Tulamben und zwischen dem Schiffswrack der US Liberty befindet, unglaublich viele kleine und interessante Critter. Hier befindet sich also ein  kleines Muckdiving Paradies. Oft trifft man hier auch auf zwei Schwarzspitzenriffhaie, die hierher zum "Fischeinkauf" vorbeischauen, aber vor allem sieht man hier die verschiedensten Arten von Muränen. Muränen gehören zu den Aalartigen mit zehn Gattungen und mehr als 100 Arten. Charakteristisch bei den Muränen ist die durchgehende Rücken- und durchgehende Afterflosse, die jeweils zu einem langen Flossensaum verbunden sind. Im Gegensatz zu anderen Aalartigen besitzen Muränen hingegen keine Brustflossen.
Geistermuräne, älteres gelbes Weibchen, Amed Scuba
Wir gleiten den Hang im Korallengarten entlang und deutlich gefärbt, springen uns im flachen Wasser zwei Geistermuränen ins Auge. Geistermuränen erreichen eine Größe von bis zu 120cm. Ob es sich wohl um eine Mutter mit ihrer Tochter handelt, oder warum leben hier zwei Weibchen zusammen? Nur ihre Köpfe schauen heraus aus ihrem Versteck, um kleine Fische zu ergattern. Bei der Art der Geistermuräne oder in englisch auch Ribbon eel genannt, handelt es sich um einen protandrischen Hermaphroditen. Das heißt, die Jungtiere erreichen ihre Geschlechtsreife als schwarzes Männchen und wechseln später ihr Geschlecht, um Weibchen zu werden. Während des Geschlechtswandels wechseln sie dabei auch die Farbe. Das männliche schwarze Jungtier wird zunächst zum leuchtend blauen geschlechtsreifen Weibchen mit einem deutlich gelben Rückenflossensaum. Ältere Weibchen werden hingegen gleichförmig gelb. Handelt es sich also bei unsern beiden Geistermuränen um ein altes Päärchen, bei dem ein
GEistermuräne, geschlechtsreifes blaues Weibchen, Amed Scuba
geschlechtswandel eingesetz hat?
Direkt vor den Hotels in Tulamben erstreckt sich ein flaches Saumriff in der Bucht von Tulamben. Dieses eignet sich auch hervorragend zum Schnorcheln, da es in zwei Meter Tiefe beginnt und bis in ca. 15 Meter Tiefe abfällt. Der Korallengarten wird von zahlreiche bunten Rifffischen bewohnt. Besonders interessant anzusehen sind die wunderschönen schwarzen, blau und gelb gefärbten kleinen Geistermuränen, aber auch der Fetzen- oder Geisterpfeifenfisch, dazwischen schwimmen kleine Igel- oder Kofferfische. Einheimische haben ein Gestell aus Eisen in Form eines Flugzeugrumpfes zusammengeschweißt und versenkt. Ebenfalls wurden hier weitere Strukturen wie Buddhafiguren oder Kästen versenkt, die den Rifffischen Schutz in dem zum größten Teil abgestorbenen Korallengarten bieten. Hier finden sich zahlreiche größere und kleinere Rifffische ein. Zwischen den Steinen findet man verschiedenste Muränen. Imposant jagen sie vor allem in der Nacht. Geht die Sonne unter verlässt die Muräne ihre
Netzmuräne, Honeycomb muray, Amed Scuba
Spalte und schwimmt im freien Wasser umher, um nach Beute zu jagen. Die phänomenale Manövrierfähigkeit sowohl im Vorwärts- wie auch im Rückwärtsschwimmgang wurde durch die Entwicklung besonders zahlreicher (bis zu 260) Wirbel ermöglicht. Wie ein Gymnastikband bewegt sich zum Beispiel eine Geistermuräne im Wasser vorwärts. Ihr Körper ist von einer Schleimschicht umhüllt, die ihnen das Gleiten durch Höhlen und entlang von Steinen erleichtert.
Tagsüber ruhen die Muränen zumeist in ihrer Höhle. Ständig öffnen und schließen sie ihren Mund, um auf diese Art und Weise frisches Wasser über ihre Kiemen zu leiten, um zu atmen. Die Kiemenöffnung befindet sich weit hinten im Kopf und der Kiemenapparat ist lang und schmal und wirkt wie eine Pumpe, die das durch das Maul aufgenommene Atemwasser durch die permanente Atembewegung durch die hinten liegenden Kiemen presst. Die Nase ist mit hervorstehenden Röhrchen versehen, die das gut ausgebildete Geruchsorgan der Muränen darstellt. Sehen können Muränen nämlich nicht sehr gut, dafür riechen sie um so besser, wenn sie zwischen den Felsen mit ihrem Schleim ummantelten Körper entlang gleiten, um kleine Fische und Krebstiere zu jagen.
Amed Scuba Tauchzentrum # Aus Liebe zum Tauchen

Das Team von Amed Scuba würde sich freuen, mit Euch zusammen abzutauchen, um Euch die Vielfalt der Unterwassertiere zu zeigen. Unsere Hausbiologin erklärt auf Ihren Balirundreisen mehr über das Leben der Tiere. Je mehr wir über das Leben unter Wasser wissen, desto mehr sehen wir!


Das Gebiet in Tulamben eignet sich hervorragend für Einführungstauchgänge und Kurse. Nicht verpassen sollte man auch einen Tauchgang in der US. Liberty in Tulamben.
Wir freuen uns schon darauf, mit Dir zusammen in Bali abzutauchen!