Sonntag, 27. Mai 2018

Bali - Amed Scuba - Ökologische Analyse unseres Hausriffes

Riffökologie - Das Korallenriff von Jemeluk

Amed Scuba
An einer hufeisenförmigen Bucht gelegen, findet sich im Nordosten Balis das kleine Fischerdorf Jemeluk. Das Korallenriff von Jemeluk ist das Hausriff von Amed Scuba und wunderschön bewachsen mit unterschiedlichen Hart- und Weichkorallen. Biologisch bietet das Hausriff von Amed Scuba eine Vielzahl unterschiedlicher Riffabschnitte, die hier in diesem Bericht vorgestellt werden. Amed Scuba taucht mit seinen Gästen an über 20 unterschiedlichen Tauchplätzen in der Nähe unserer Hausbucht, die wir in nur ca. 15 bis 20 Minuten Fahrzeit erreichen können. Unsere Hausbiologin führt in die Riffökologie unserer Tauchplätze ein.
Tauchen Sie ein mit Amed Scuba in das Tropenparadies Bali!

 Definition Korallenriff

Ein Riff ist eine maßgeblich von lebenden Organismen aufgebaute, meist bankförmige Struktur, die vom Meeresboden bis hin zur Wasseroberfläche reicht und so groß wird,

Korallengarten in Amed - Jemeluk


dass sie erheblich die physikalischen und damit auch ökologische Eigenheiten ihrer Umgebung beeinflusst. Ihre Konsistenz ist hinreichend fest, den anbrandenden Wasserflächen zu widerstehen und damit einen vieljährigen, charakteristisch gegliederten Raum für spezifisch angepasste Bewohner zu bilden. (H. Schumacher 1976)

 Korallenriffart
Hart- und Weichkorallen bewachsen die Wände

Korallenriffe sind über die Zeit hinweg verschiedenen biotischen und abiotischen Auf- und Abbauprozessen unterworfen. Wellenbewegung, Strömung, Stürme, Schwankungen des Meeresspiegels, Temperaturanstiege, Salinität, Erosionsprozesse und Wachstumsprozesse und auch der Tourismus haben Einfluss auf das Korallenriffwachstum und den Riffaufbau.

 Saumriff

Bei dem Korallenriff von Jemeluk handelt es sich um ein sogenanntes Schelfriff, das auf dem Kontinentalschelf entstanden ist und das sich vom ozeanischen Riff unterscheidet, das sich im tiefen Meer bildet. Genauer können wir das Korallenriff von Jemeluk, wie die meisten Korallenriffe, in den Rifftyp Saumriff einordnen. Das Saumriff ist der am häufigsten verbreitete Rifftyp, welches die Küste als sogenannte Strand- oder  Ufersaumriffe säumen. Charakteristisch für das Saumriff ist seine
In Amed findet man eine Vielzahl unterschiedlicher Korallenriffarten
Vasenschwämme wachsen auf den Korallen, Amed Scuba

Informationen über das Tauchen erhalten Sie auch bei Anfrage unter halloscuba@yahoo.com

Entstehung.  Auch das Saumriff von Jemeluk bildet sich zunächst als schmaler Riffsaum vom flachen Ufer aus und wächst von der Niedrigwassergrenze an seewärts aus der geschützten Bucht heraus, wobei die Oberfläche des Korallenriffes zunächst geleichmäßig dicht unter der Wasseroberfläche bleibt. Die Riffkante wächst immer weiter in das Meer hinein und in Jemeluk aus der geschützten Bucht heraus. Die Ausdehnung in Richtung des Meeres hängt dabei davon ab, wie steil der Meeresboden abfällt, wie intensiv das Korallenwachstum ist und wie stark die Erosionskräfte wirken, die an Abbauprozessen beteiligt sind. Ein Riff wie das Saumriff in Jemeluk wirkt auch als Wellenbrecher, seine Existenz schafft Brandungs- und Stillwasserbereiche, die zu unterschiedlichem Korallenwachstum führen. Hierbei kann es an der Riffkante zu Erosionserscheinungen kommen, wenn die Wellen und der Rückfluss die Korallen mitreißen, wenn diese noch nicht ausreichend innerhalb der Korallenformation verankert und durch die anderen Korallenformationen geschützt sind. Natürlich beeinflussen auch andere abiotischen Faktoren das Riffwachstum mit. Ein Saumriff weist somit eine bestimmte individuell ausgestaltete Riffzonierung auf und gliedert sich in Uferregion, Riffdach, Riffkante und Riffhang. Diese Gliederung wird im Folgenden auf das Riff in Jemeluk angewandt.

 
Tauchen entlang des Riffhanges mit Gruppen von Fahnenbarschen, Amed Scuba

Aufbau des Saumriffes von Jemeluk:

1. Riffdach
2. Riffkante
3. Riffhang
4. Uferbereich

1. Riffdach

Jemeluk ist eine strömungsfreie Bucht, die sich im Nordosten Balis befindet und von dieser wächst ein Saumriff hinaus ins Meer. Der Einstieg in das Korallenriff erfolgt direkt vom Strand aus. Das Meer weist hier einen Tidenhub von bis zu 2 Metern auf, so dass am Strand-Einstieg ein kürzerer oder etwas weiterer Riffkanal entlang des Ufers zu finden ist, dessen Boden aus kleinen schwarzen Lavasteinen besteht.

Als Riffdach wird die weitgehend horizontale Oberseite des gesamten Riffaufbaus bezeichnet und die teilweise an der Oberseite, durch den Tidenwechsel bedingt, auch trockenfallen kann. Das Riffdach befindet sich zwischen dem Strand/Ufer und der Riffkante, die im Anschluss in den Riffhang abfällt.

Balis Riffe wachsen in glasklarem Wasser bis zur Wasseroberfläche, Amed Scuba
Die Oberseite des Riffdaches reicht oft – wie oben bereits erwähnt - hinauf bis direkt unter die Niedrigwassergrenze und fällt hier in Jemeluk teilweise trocken. Es bildet sich zum Schutz für die Korallen auf der Oberseite des Riffes ein sogenannter Algenrücken aus. Nur die bei Ebbe über die Wasserlinie hinausragenden Korallen sterben dabei ab und die dadurch trockenfallenden Korallen erhalten an ihrer Oberfläche einen schützenden Rotalgenrücken. Die Rotalgen überwachen hier die Korallen und bilden den sogenannten Algenrücken auf der zeitweise trockenfallenden Oberfläche aus. Fallen die empfindlichen Korallen trocken, so sterben die empfindlichen Korallenpolypen ab. Weißlich-braune und rosa-violette Kalkalgen oder kurzfädige Algenrasen bedecken die Korallen und ragen bei Trockenheit über das Riffdach hinauf. Die darunterliegenden Korallen werden dadurch geschützt. Kleinere bunte und tropische Doktorfische, Papageifische und Drückerfische grasen hier ihre Nahrung ab und reinigen das Riffdach von den Algenrückständen. Gleichzeitig schützen diese Kalkalgen die darunter befindlichen bunten intakten Korallen vor direkter Sonneneinstrahlung und halten die darunter wachsenden Korallen feucht. Kleine Ablaufkanäle durchwachsen das Riffdach Richtung Riffhang, durch welches das durch die Wellen angebrandete Stauwasser wieder ablaufen kann. Diese kleinen Kanäle sind voller Leben, da sie von nährstoffreichem Wasser durchspült werden. Auf dem Riffdach selber bleiben die Temperaturschwankungen daher trotz Flachwasserbereichen gering, da durch Wellenbewegungen und dem Wechsel von Ebbe und Flut laufend frisches Wasser das Riffdach von Jemeluk durchfließt. Neben diesen tiefeingeschnittenen Rillen, dem sogenannten Grat-Rinnesysem, finden sich hier in Jemeluk ebenfalls Brunnen und Krater, also Einsenkungen in das Riffdach, die zum Teil einen halben bis einen Meter Ausdehnung umfassen können. Diese kleinen Kanäle und Einsenkungen verbinden sich zu einer Art kleinem verzweigtem grottenähnlichem Hohlraum- und Lückensystem.
http://amedscuba.blogspot.de/2010/04/amed-tauchen-in-bali.html

2. Riffkante

An das Riffdach schließt sich zum offenen Meer hin die Riffkante an. Als Riffkante bezeichnet man die schmale Übergangsregion zwischen horizontalem Riffdach und anschließendem Riffhang. Es handelt sich dabei um die Brandungszone, die von Januar bis Anfang März in Jemeluk auch als Wellenbrecher fungiert. Diese Brandungszone wird von stärkerer Wasserbewegung beherrscht. Anlaufende Wellen enthalten viel Sauerstoff, aber auch Sedimente. Die Sicht ist in diesem Bereich nicht immer gut, wenn es zu Wellenbewegungen kommt. In dieser extremen, durch Wasserbewegung geprägten Zone können sich nur wenige Tiere gut ansiedeln. Vor allem finden sich in diesem Übergangsbereich viel „Korallenschrott“. Abgerissene Korallen finden sich in diesem Bereich vermehrt. Hierbei handelt es sich vornehmlich um Geweihkorallen, auf denen sich verschiedene Pilzkorallen und auch Krustenanemonen angesiedelt haben. Oktopus, Steinfisch oder verschiedene Nacktschnecken finden hier zwischen den abgebrochenen Korallen Schutz und Jagdrevier. Zwischen diesen abgebrochenen Korallen finden auch kleine bunte Fahnenbarsche Schutz, die sich bei Gefahr zwischen die abgebrochenen Korallenstücke flüchten. Durch die anbrausenden Wellen entstehen von der Außenseite des Riffes ebenfalls Rinnen und Lagunen, die sich bis in das Riffdach hinein fortsetzten. In den Bereichen, wo wenig Wasserbewegung stattfindet oder die geschützt sind, wachsen Weichkorallen und es finden sich Anemonenfische darin.

 

3. Riffhang
Wunderschöne Rifflandschaften erwarten Sie im Tropenparadies Bali, Amed Scuba

Verlässt der Taucher die strömungsgeschützte Bucht in Richtung offenes Meer, so fällt in Jemeluk der Boden steil nach unten ab. Das Riff wächst weiter in das Meer hinaus. Der Riffhang ist daher der durch geologische Bedingungen abfallende Bereich des Korallensaumriffes. Hier halten sich die meisten Tiere auf. Wundervoll bewachsen mit Hart- und Weichkorallen, Schwämmen, bunten Manteltieren, bestückt mit Federsternen überzeugt der Riffhang durch seine hohe Artenvielfalt! Der Riffhang fällt in Jemeluk von 16 Metern hinab in ca. 45 Meter Tiefe ab. Gegen das offene Meer ausgerichtet, profitiert dieser Teil des Korallenriffes optimal vom Wasseraustausch. Eine leichte Strömung führt zurück in die Bucht und kühleres Wasser aus der Tiefe steigt auch herauf und sorgt für eine optimale Sauerstoff- und Planktonversorgung. Daher findet sich hier eine so hohe Artendichte und das Korallenwachstum ist meerwärts ebenfalls am stärksten.
Tauchen Sie mit Amed Scuba ein in das Tropenparadies Bali

Bunte Fischschwärme schauen in Richtung des durch die Strömung herangeführten Planktons und finden in der Nacht Schutz in den Grotten, Spalten und Rinnen der Brunnen- und Grottensysteme innerhalb der abfallenden Riffwand. Nachts jagen auch Weißspitzen Riffhaie entlang der Wand, da sich dort auch viele Großfische wie Napoleon Lippfische und Großbarsche befinden und neben Muränen entlang des Hanges entlang jagen. Die Riffspalten bieten jedoch auch optimalen Schutz und ideale Verstecke, so dass man hier auch Snapper und andere kleinere Fische vorfindet.

 

4. Der Uferbereich
Riesige Tafelkorallen säumen das Riff, Amed Scuba

Der Uferbereich des Korallensaumriffes ist geprägt durch Erosion der herankommenden Wellen. Oftmals finden sich in diesem Bereich in Ufernähe kleine Sand- oder Steinbänke. In den Vulkansteinen verstecken sich Seeigel aber auch Steinfische finden optimale Tarnung. Ein Grund nicht ohne Schuhe in das Wasser zu gehen.

Die Bucht von Jemeluk bietet dank ihres flachen Uferbereiches und dem korallenfreien Uferkanal optimale Einstiegsmöglichkeiten vom Land aus. Und der Taucher findet ein gesundes und lehrbuchartigen, gesunden Korallengarten in Jemeluk vor.

 

Amed Scuba, Tauchen in Amed

Das Team von Amed Scuba Bali würde sich sehr freuen, Ihnen die Schönheit unserer Korallengärten zu zeigen und Ihnen die Meeresbiologie ein wenig Näher zu bringen.

Weiter Informationen zu den Tauchgebieten in und um Amed findet der Leser unter

Mit freundlichen Grüßen

Christine Sbick

halloscuba@yahoo.com

http://www.amedscubabali.com

Aufbau des Saumriffes in Jemeluk:

Riffkante vor der Steilwand, Amed Scuba Bali

Schwarmverhalten


Amed Scuba, Großaugenmakrelenschwarm
Umgeben von bunten Korallen, Schwämmen und farbenfrohen tropischen Rifffischen tauchen mein Buddy und ich die Steilwand von Jemeluk entlang. Eine leichte Strömung bewegt das glasklare, sonnendurchflutete Wasser. Innerhalb von Sekunden hatte sich der Himmel über uns verdunkelt und wir sehen zur Wasseroberfläche hinauf. Am Horizont erscheint eine silbrige und pulsierende Siluette, die sich wie ein Kreisel zu drehen scheint und sich wie ein einziger großer Körper bewegt. Doch besteht dieser große Organismus aus tausenden einzelner Fische, die sich zu einem Schwarm zusammengefunden haben. Wir fragen uns, wo dieser Schwarm so plötzlich hergekommen ist. Die Choreographie ist perfekt. „Dann plötzlich vollzog der Schwarm eine Korrektur seiner Position um wenige Grad, die alle Tiere kollektiv vollführten und die Leiber schmiegten sich noch enger aneinander.“  Welcher der Fische hatte dieses Signal zur Kurskorrektur entsendet? In einem Schwarm sind alle Fische gleichberechtigt. 
e-mail: halloscuba@yahoo.com
Großaugenmakrelenschwarm in Bali, Amed Scuba
Großaugenmakrele in Bali, Amed Scuba
Weder gibt es ein Leittier dem alle folgen noch einen festen oder zugewiesenen Platz. Jeder Fisch besetzt jede Position und aus diesem Grund findet keine Spezialisierung noch zentrale Steuerung statt. Auffällig ist, dass Schwärme die Tendenz haben zu wachsen und sich zu verdichten. Die Tiere suchen Schutz in der großen Gruppe, die sie als Einzeltier nicht haben. Es stellt sich dem Betrachter die Frage, woher wissen die Fische jedoch in welche Richtung sie zu schwimmen haben, wenn es hier in dieser Gruppe keinen Anführer, kein Leittier gibt. Taucht man in einen Fischschwarm hinein, so ist dies jedes Mal wieder eine einzigartige Erfahrung. Die Wand 
Amed Scuba, Büffelkopfpapageienfische
aus Fischen öffnet sich vor dem Taucher und schließt sich lautlos hinter ihm. Die Fische nehmen den Taucher furchtlos und ungestört in ihre Mitte auf und gehen weiterhin ungestört, geschäftig ihrem Treiben nach. Die Gruppe nimmt daher auch fremde Fischarten auf und muss nicht auf eine einzige Art beschränkt sein. Abstand halten die Fische nur vor den Luftblasen, die der Pressluftflasche des Tauchers entweichen. Der Schwarm ist ein dynamisches Gebilde und bleibt immer in Bewegung. Typische Schwarmfische folgen ihrem angeborenen Schwarmtrieb. Im Schwarm zu schwimmen muss weder von ihnen erlernt noch geübt werden. Der Trieb im Schwarm zu schwimmen ist ihnen angeboren und bietet ihnen den nötigen und gesuchten Schutz innerhalb der Gruppe. Der Wissenschaftler Craig Reynolds arbeitet an mathematischen Modellen, um Schwärme am Computer zu simulieren. Die Computersimulation zeigt drei Regeln, denen die Schwarmbildung folgt:

1. Kohäsion
Bewege dich in Richtung des Mittelpunkts derer, die du in deinem Umfeld siehst. 2. Separation
Bewege dich weg, sobald dir jemand zu nahe kommt. 3. Alignment
Amed Scuba, Fischschwarm im Japanischen Schiffswrack
Bewege dich in etwa in dieselbe Richtung wie deine Nachbarn.

Vorteile bringt das Schwarmverhalten, da die Fische entspannter ohne Angst fressen können, paarungsbereite Partner in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden sind und Tarnung vor möglichen Fressfeinden.
Amed Scuba - Zum Schutz der Tiere wird ein Schwarm gebildet

Dadurch ist ein Schwarm die fast perfekte Methode um zu überleben. Ein Raubfisch wird es in der sich ständig verändernden Masse nicht schaffen, sich auf ein einzelnes Individuum zu konzentrieren und gezielt danach zu schnappen. Gefressen werden die Fische, die den schützenden Schwarm verlassen, da sie nicht in der Lage sind dessen komplexe Bewegung zu folgen. Für Räuber sind sie dann eine leichte Beute. Auch kann ein Räuber nur eine begrenzte Anzahl Fische fressen. Statistisch steigt dadurch die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Schwarmfisches.
Amed Scuba - Eine Gruppe hat die Tendenz zu wachsen und sich zu verdichten

Auch muss ein einzelner Fisch immer wachsam sein und nach Räubern Ausschau halten. Diese Zeit kann er nicht zum Fressen nutzen. Die vielen Augen in einem Schwarm sind effektiver und geben mehr Zeit zum Fressen und zur Paarung.

Doch auch Schwärme werden aufgerieben. Mit weit aufgerissenen Mäulern 
Amed Scuba, Fischschwarm
schwimmen Haie mit hoher Geschwindigkeit in die Fischleiber. Immer und immer stoßen sie in den Schwarm hinein. Ein paar Fische erwischen sie immer, aber ihr Ziel ist es, den kompakten Schwarm zu deorganisieren und seine Struktur zu zerstören. Einzelne Fische oder kleine Gruppen sind dann eine leichte Beute Schwärme ziehen auch viele Räuber an.
Amed Scuba - Fische und ihr Schwarmverhalten

Der klassische Schwarmfisch hier in Amed ist wohl die Großaugenmakrele, aber auch Büffelkopfpapageienfische bilden große Schwärme aus, wenn sie ihr Nachtlager verlassen. Doch nicht nur friedfertige Planktonfresser organisieren sich auf diese Weise, auch Raubfische wie der Barrakudas bilden Schwärme aus, um miteinander gemeinsam zu jagen. Da spricht man dann allerdings von "Schulen", aber wo ist der Lehrer? Auch die Hammerhaie vor Cocos Island im Ostpazifik schwimmen in Schwärmen – Entschuldigung, Schulen herum Anderswo sind Hammerhaie ausgesprochene Einzelgänger. Fürchten sie sich alleine?
Amed Scuba, Makrelenschwarm

Nicht nur im Meer, auch an Land bilden Tiere große Gruppen, weil sie im Kollektiv sicherer sind als ein Individuum. Bei Säugetieren nennt man sie nicht Schwärme oder Schulen, sondern Herden. Bei Insekten und Vögeln wiederum schon. Da kenn sich noch einer aus!

Schwärme sind wie eine große Tanzveranstaltung ein Ort leicht auf einen potentiellen Partner zu treffen, um sich kennen zu lernen und um sich fortzupflanzen ohne nach einem räumlich weit entfernten und verborgenen Partner zu suchen.
E-Mail: halloscuba@yahoo.com
Liebe Grüße aus Bali, Christine Sbick
http://www.amedscubabali.com

Riffhaie

Weißspitzen-Riffhai ruht nach nächtlicher Jagd, Amed Scuba Bali
Der Riffhai hat eine Höhle gefunden, die ihm als Versteck dient. Vor Sonnenuntergang wird er nicht sehr aktiv sein. Amed Scuba
Die Abenddämmerung legt sich schnell über das Riff, langsam weicht das Sonnenlicht und zaubert diese wundervollen Farben des Rot - Violett, dass langsam Blautönen weicht nachdem die Sonne vom Horizont gewichen ist. Eine wundervolle verzauberte Zeit, die zur Ruhe einlädt und um den Tag passieren zu lassen. Aber auch eine wundervolle Zeit, um sich langsam für einen interessanten Nachttauchgang bereit zu machen. Nachts trifft man auf die Jäger des Riffes, die hungrig nach Nahrung suchen. Wer als Fisch noch keinen geschützten Schlafplatz gefunden hat, läuft Gefahr mit diesen Jägern in Kontakt zu kommen. Der Weißspitzen-Riffhaie (Triaenodon abesus) Jagd bevorzugt Nachts. Er stellt die einzige Art der Gattung Triaenodon innerhalb der Requiemhaie (Carcharhinidae) und man erkennt ihn an den weißen Spitzen der Rücken- und der Schwanzflosse. Der Weißspitzen-Riffhai kann bis zu 1.6 Meter lang werden und ist gekennzeichnet durch einen schlanken Körper mit einem breiten Kopf. Schnell wie ein Pfeil zieht er an uns vorbei, als er seine Beute, einen Papageifisch, der sich noch nicht in seinen Schlaf-Kokon gewoben hat, verfolgt. Ebenfalls besonders am Weißspitzenriffhai sind die deutlich ausgebildeten Hautlappen neben den Nasenlöchern und die große ovale Augen mit vertikalen Pupillen, die wir im Vorbeiziehen wahrnehmen. Menschen greift er nicht an, wenn man ihn in Ruhe lässt und er nicht von Menschen angefüttert worden ist. Der Weissspitzenriffhai ist der am häufigsten in Korallenriffen gesehene Hai des Indopazifik und vor Australien. Sein Verbreitungsgebiet reicht jedoch bis bis Südafrika in westliche Richtung und bis nach Zentralamerika in östlicher Richtung. Der Weißspitzenriffhai lebt vor allem in klarem Wasser nahe dem Meeresboden in Wassertiefen von 8 bis 40 Metern.
Bricht morgens früh um 6 Uhr die Dämmerung über dem "Regenwald des Meeres" an, so ist in dem Riff viel Bewegung. Viele nachtaktive Tiere sind noch nicht zur Ruhe gelangt und suchen nach einem leckeren Abendbrot bevor sie sich zur Ruhe begeben und viele andere Fische erwachen und machen sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg nach einem leckeren Frühstück. Eine ideale Jagdzeit für unseren Weißspitzen-Riffhai, der bereits eine erfolgreiche nächtliche Jagd hinter sich gebraucht hat. Mit vollem Bauch ruht er sich jetzt aus.
Riffhaie auf Jagd nach einem leckeren Happen, Amed Scuba Bali
Wenn das Sonnenlicht das Wasser erhellt, stellen viele Fische eine leichte Beute dar. Viele Rifftiere schützen sich durch Tarnung oder auch in großen Schwärmen. Der Riffhai ruht sich am frühen morgen oft noch aus. Anders als viele andere Haie, bleibt er an einer Stelle auf dem Meeresgrund bevorzugt versteckt unter Korallen, in Riffhöhlen oder Riffspalten liegen. Anders als die Requiemhaie der Gattung Carcharhinus und andere Verwandte Haiarten, die zum Atmen durchgehend schwimmen müssen, damit die Kiemen von Wasser umspühlt sind, kann der Weißspitzen-Riffhai das Atemwasser in den Kiemenraum pumpen und so ruhig auf dem Meeresboden liegen ohne sich zu bewegen. Oftmals sind die Tiere sogar standorttreu und man trifft sie oft unter der selben Koralle schlafend an. Einzelne Individuen können sich innerhalb eines Riffgebietes über Monate oder Jahre aufhalten oder regelmäßig in diese Gebiete zurückkehren.
Die Abenddämmerung stellt eine gute gute Jagdzeit für den Riffhai dar. Die Umrisse der Fische zeichnen sich vor dem Hintergrund der sinkenden Sonne deutlich ab. Viele tagaktive Fische begeben sich jetzt zur Ruhe. Eine ideale Jagdzeit für den Riffhai, der am Rand des Riffes entlang schwimmt und nach einem leicht zu fangenden Happen ausschau hält. Haie jagen nachts oft in Gruppen. Sie suchen nach Fischen, Hummern, Rochen und Krabben. Er jagt oft an Meeresabhängen, am Rande von Korallengärten oder auch auf dem Riffdach.
Weißspitzen-Riffhaie sind lebendgebärend (vivipar). Bei den wenigen bisher beobachteten Paarungen verfolgte das Männchen das fruchtbare Weibchen und versuchte, die Brustflossen des Weibchens zu greifen und es in eine Paarungsposition zu manövrieren. Die Weibchen bringen nach einer Tragezeit von ca. 13 Monaten 1 bis 6 Junghaie zur Welt.
e-mail: halloscuba@yahoo.com
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http://www.sharkproject.org

Muränen

Im flachen Wasser schwimmen mein Buddy und ich in Tulamben im Korallengarten. Die Korallen
Geistermuränenpaar mit Amed Scuba, Zwei Weibchen in einem gemeinsamen Versteck
sind hier zum Großteil leider bereits zerstört, so dass der Name Korallengarten, wenn man ehrlich ist, ein wenig irreführt. Jedoch beherbergt dieses kleine flache Tauchgebiet, was aus Geröllschutt besteht und das sich zwischen der Steilwand in Tulamben und zwischen dem Schiffswrack der US Liberty befindet, unglaublich viele kleine und interessante Critter. Hier befindet sich also ein  kleines Muckdiving Paradies. Oft trifft man hier auch auf zwei Schwarzspitzenriffhaie, die hierher zum "Fischeinkauf" vorbeischauen, aber vor allem sieht man hier die verschiedensten Arten von Muränen. Muränen gehören zu den Aalartigen mit zehn Gattungen und mehr als 100 Arten. Charakteristisch bei den Muränen ist die durchgehende Rücken- und durchgehende Afterflosse, die jeweils zu einem langen Flossensaum verbunden sind. Im Gegensatz zu anderen Aalartigen besitzen Muränen hingegen keine Brustflossen.
Geistermuräne, älteres gelbes Weibchen, Amed Scuba
Wir gleiten den Hang im Korallengarten entlang und deutlich gefärbt, springen uns im flachen Wasser zwei Geistermuränen ins Auge. Geistermuränen erreichen eine Größe von bis zu 120cm. Ob es sich wohl um eine Mutter mit ihrer Tochter handelt, oder warum leben hier zwei Weibchen zusammen? Nur ihre Köpfe schauen heraus aus ihrem Versteck, um kleine Fische zu ergattern. Bei der Art der Geistermuräne oder in englisch auch Ribbon eel genannt, handelt es sich um einen protandrischen Hermaphroditen. Das heißt, die Jungtiere erreichen ihre Geschlechtsreife als schwarzes Männchen und wechseln später ihr Geschlecht, um Weibchen zu werden. Während des Geschlechtswandels wechseln sie dabei auch die Farbe. Das männliche schwarze Jungtier wird zunächst zum leuchtend blauen geschlechtsreifen Weibchen mit einem deutlich gelben Rückenflossensaum. Ältere Weibchen werden hingegen gleichförmig gelb. Handelt es sich also bei unsern beiden Geistermuränen um ein altes Päärchen, bei dem ein
GEistermuräne, geschlechtsreifes blaues Weibchen, Amed Scuba
geschlechtswandel eingesetz hat?
Direkt vor den Hotels in Tulamben erstreckt sich ein flaches Saumriff in der Bucht von Tulamben. Dieses eignet sich auch hervorragend zum Schnorcheln, da es in zwei Meter Tiefe beginnt und bis in ca. 15 Meter Tiefe abfällt. Der Korallengarten wird von zahlreiche bunten Rifffischen bewohnt. Besonders interessant anzusehen sind die wunderschönen schwarzen, blau und gelb gefärbten kleinen Geistermuränen, aber auch der Fetzen- oder Geisterpfeifenfisch, dazwischen schwimmen kleine Igel- oder Kofferfische. Einheimische haben ein Gestell aus Eisen in Form eines Flugzeugrumpfes zusammengeschweißt und versenkt. Ebenfalls wurden hier weitere Strukturen wie Buddhafiguren oder Kästen versenkt, die den Rifffischen Schutz in dem zum größten Teil abgestorbenen Korallengarten bieten. Hier finden sich zahlreiche größere und kleinere Rifffische ein. Zwischen den Steinen findet man verschiedenste Muränen. Imposant jagen sie vor allem in der Nacht. Geht die Sonne unter verlässt die Muräne ihre
Netzmuräne, Honeycomb muray, Amed Scuba
Spalte und schwimmt im freien Wasser umher, um nach Beute zu jagen. Die phänomenale Manövrierfähigkeit sowohl im Vorwärts- wie auch im Rückwärtsschwimmgang wurde durch die Entwicklung besonders zahlreicher (bis zu 260) Wirbel ermöglicht. Wie ein Gymnastikband bewegt sich zum Beispiel eine Geistermuräne im Wasser vorwärts. Ihr Körper ist von einer Schleimschicht umhüllt, die ihnen das Gleiten durch Höhlen und entlang von Steinen erleichtert.
Tagsüber ruhen die Muränen zumeist in ihrer Höhle. Ständig öffnen und schließen sie ihren Mund, um auf diese Art und Weise frisches Wasser über ihre Kiemen zu leiten, um zu atmen. Die Kiemenöffnung befindet sich weit hinten im Kopf und der Kiemenapparat ist lang und schmal und wirkt wie eine Pumpe, die das durch das Maul aufgenommene Atemwasser durch die permanente Atembewegung durch die hinten liegenden Kiemen presst. Die Nase ist mit hervorstehenden Röhrchen versehen, die das gut ausgebildete Geruchsorgan der Muränen darstellt. Sehen können Muränen nämlich nicht sehr gut, dafür riechen sie um so besser, wenn sie zwischen den Felsen mit ihrem Schleim ummantelten Körper entlang gleiten, um kleine Fische und Krebstiere zu jagen.
Amed Scuba Tauchzentrum # Aus Liebe zum Tauchen

Das Team von Amed Scuba würde sich freuen, mit Euch zusammen abzutauchen, um Euch die Vielfalt der Unterwassertiere zu zeigen. Unsere Hausbiologin erklärt auf Ihren Balirundreisen mehr über das Leben der Tiere. Je mehr wir über das Leben unter Wasser wissen, desto mehr sehen wir!


Das Gebiet in Tulamben eignet sich hervorragend für Einführungstauchgänge und Kurse. Nicht verpassen sollte man auch einen Tauchgang in der US. Liberty in Tulamben.
Wir freuen uns schon darauf, mit Dir zusammen in Bali abzutauchen!

Seegurken in Bali - Faszinierende Geschöpfe

Obwohl sie Seegurke heißt, handelt es sich hierbei nicht um eine Pflanze oder Gemüse. Die Seegurke ist ein Tier, wird jedoch wird nach einem Gemüse benannt, denn sie sieht nicht nur so
Liebe Grüße aus Bali, Christine Sbick
aus, sie verhält sich auch fast so. Eine Seegurke scheint sich zunächt gar nicht zu bewegen. Meist liegt sie bewegungslos auf dem Meeresboden.
Kommt jedoch ein Angreifer der Seegurke zu nahe, schleudert die schlauchartige Gestalt dem Angreifer weiße, klebrige Fäden aus ihrem Hinterteil entgegen, die an diesem kleben bleiben. Während der Angreifer bewegungsunfähig ist und mit den sogenannten Cuvierschen Schläuchen kämpft, kriecht die Seegurke gemächlich davon. Bleibt der Angreifer jedoch auch weiterhin interessiert, so wirft die Seegurke ihren gesamten Verdauungstrakt aus. Die Seegurke ist in der Lage die fehlenden Organe innerhalb weniger Wochen wieder nachzubilden, jedoch ist sie in dieser Zeit zur Verteidigungsunfähigkeit verurteilt und es kostet sie sehr viel Energie. Aber dank dieser Vorgehensweise sind die Tiere für die Regenerationsforschung ausgesprochen interessant. Nicht nur ihre Gedärme sondern ebenfalls Teile ihres zentralen Nervensystems kann die Seegurke regenerieren.
Seegurke, Amed Scuba
Für ihren Lebensraum ist die Seegurke jedoch ein unentbehrlicher Helfer. Sie erfüllt eine wichtige Aufgabe, indem sie den Meeresboden mit ihren kleinen Tentakeln, die sich am Kopf befinden, reinigt. Mit den Tentakeln schaufelt die Seegurke Kalk-Reste, abgestorbenes Riffmaterial oder Tierfäkalien in ihren Schlund und verarbeitet in ihrem Verdauungstrakt nahrhafte
Kleinstlebewesen und Algen und trennt diese von unverdaulichem Sediment. Feiner gereinigter weißer Sand tritt am anderen Ende der Seegurke wieder aus. In diesem feinen weißen Sand, den die Seegurke ausscheidet, befinden sich wichtige Stoffe wie Phosphor und Stickstoff, von dem sich dann wieder die Bodenbakterien ernähren können. Außerdem bindet die Seegurke den Kohlenstoffdioxid aus dem Wasser und arbeitet auf diese Weise der Versauerung der Meere entgegen. Und dies zeichnet sich immer mehr als Problem der Ozeane ab.
Amed Scuba Tauchzentrum in Bali
Systematisch gehört die Klasse der Seegurken (Holothurioidea) genauso wie Seesterne oder Seeigel zu dem Stamm der Stachelhäuter (Echinodermata) und dem Unterstamm der Neumünder (Deuterostomia). Dabei können Seewalzen Längen von bis zu zwei Metern erreichen. Obwohl die Tiere bilateralsymetrisch aufgebaut sind, hat sich bei ihnen eine fünf Zahl im Aufbau durchgesetzt, was besonders deutlich bei Seestern auch äußerlich beobachtet werden kann.
Eine Seegurken ist ein wahres Ökosystem. Auf ihr leben bis zu 200 Symbionten und Parasiten wie zum Beispiel der Eingeweidefisch. Rückwärts schieben sich die aalähnlichen Fische ohne Bauch- und Rückenflossen in den After der Seegurken, wo sie einen geschützten Lebensraum erhalten und bei der Sedimentation der aufgenommenen Stoffe behilflich sind.
Im Indopazifik sind die Seegurken teilweise bereits überfischt. Der italienische Name der Seegurke ist cazzo die mare, was so viel wie Meerespenis bedeutet und bereits darauf hindeutet, dass einige Arten besonders gerne von Chinesen verspeist werden. Sie schmecken wie Tofu, jedoch stehen die Seegurken als Delikatessen in chinesischen Restaurants für viel Geld auf der Speisekarte. Laut Traditioneller Chinesischer Medizin steigern Seegurken die Potenz, heilen Krebs und Demenz auch wenn dies medizinisch noch nicht belegt ist. So zahlt der Chinese bis zu 2700 Euro pro getrocknetem Kilogramm für ca. 70 kommerziell genutzte Arten von insgesamt an die 1000 verschiedenen Seegurkenarten. Dadurch sind auch die für das Riff so wichtigen Seegurken in Gefahr auszusterben!

Riffschutz - Wiederaufbau eines Riffes

Biorock
Coral Restauration
Ms. Rani: biorockpermuteranbali@yahoo.com
http://www.globalcoral.org

The following text is writen by the biorock project

Why the emphasis on coral?

Coral reefs are the major biodiversity, fisheries, tourism and shore protection resource of over 100 countries. In a UNEP report, it has been estimated that a typical coral reef can absorb up to 90% of a wave´s force, thusbeing the key factor in protecting the shorelines from erosion and destruction. It is also the ecosystem most vulnerable to global warming.
On the other side, the marine tourism industry depends on beautiful seas and beaches. Without healthy reef systems, future options for social and economic developement will be constrained or lost. Not many will wish to holiday or visit polluded beaches and dead seas.
Bali´s coral reefs have been severely damaged in recend years due to use of bombs and cyanide by fishermen, excessively high water temperatures liked to global warming, and other stresses, like anchor and diver damage, reef harvesting, dredging and increased storm wave intensity. Damaged coral reefs take years to recover naturally. Despite conservation efforts now to address these problems, natural regeneration under existing efforts is inadequate, in part due to rapidly increasing global stress. Coral reefs can not recover naturally, as they used to.
Indonesia has more than 17500 islands with more than 581 of the world´s 793 species of coral. Indonesia´s coral reef cover more than 85.700 square km equal to 14% of total world coral reef area, but only 6% are in healty conditions. The damage is mainly due to destructive fishing methods, weather, pollution and uncontrolled marine tourism. It is estimated that Indonesia losses USS 348 Billion per annum because of this damage.
In our opinion that conservation alone is not enough to preserve ecosystems along with the species and people who depend on them, and that only large scale coral and fisheries habitat restoration can maintain fisheries, shore protection, ecotourism, and biodiversity systems.
Active restoration needs to be applied on a large scale in the framework of community-based management.

Why Biorock?
In the last few decades a completely new approach, the Biorock Method, has been developed. It  uses safe low voltage electical currents to grow natural limestone rock out of the sea on steel structures of any size or shape. This provides the same natural material that coral skeletons are nade of and on which baby corals settle.
The Biorock process provides the only marine construction material that gets stronger with age, and is self-repairing. They are designed to create denser and more varied hiding places for fishes than even a natural reef and rapidly build up large and diverse fish populations.
The coral ggrow faster, can withstand stress up to 50 times more, can recover from physical damage and coral spontaneously settle on them, many times faster than normal. As a result, reefs can be kept alive where they would die. These reefs can also turn severely eroding beaches into growing beaches in a few years.
In a world where water quality is steadily deteriorating from out of control global warming and pollution. Biorock reefs survive stresses that kill all the corals on conventional artificial reefs and cost far less.
By applying best practices, tourism can be a leader in environmental protection and restoration as well as community education in sustainable development. What is really needed now is not more study but large-scale action, training local students in the art of ecosysem restoration and funding them to work with communities to restore their vanishing marine habitat.
There are more then fifty-six Biorock coral nursery structures installed since June 2000 in the Permuteran coastal village in Northwest Bali,  Indonesia in collaboration with the municipality of Permuteran, local dive shops and hotels and other local stakeholders. With a total length of 500 meters situeaded in an aea of 2 hectares, this is the largest Biorock coral reef nursery and sestoration project worldwide, exceeding the combined sizes of all other ongoing projects in the Pacific, Caribbean, and Indian Ocean.
New approaches should be at the center of polices in relation to destination developement.

  • By promoting large-scale coral reef restoration, the tourism industry can be transformed from a part of the problem into playing a leading role in the solution
  • Large-scale coral reef and fisheries habitat restoration can maintain fisheries, shore protection, ecotourism and biodiversity ecosysem servises.
  • If restoration efforts are not the primary focus of coastal zone management, marine parks will siply be full of corals that are dead or dying. No park can protect them from the current environmental stresses.
A reprot from PADI together with Project Aware (Aquatic World Awareness Responsibility and Education) shows that the same size area being used for marine tourism porduces 25 times more income compared with the same size area being for fisheries only. In several places in the world, each kilometer of coral reef can generate up to USS 3 million per year and uses at least 10 % of tourism human resources.
The coastal community of Permuteran seeks help and support in maximizing the potential of their resources to increase social welfare for all. Our dream is to be able to use this technology to restore the inner reefs and eventually the outer reefs and then share our experiences with the rest of Bali and Indonesia. This is a large undertaking, but our motivation and hope is high. Any contribution at all will be highly appreciated.
We invite and welcome you to visit the world´s largest coral restauration project that is benefiting the whole community. There is a a Biorock Center on the beach, employing local men that can explain the project to you.
Quelle Biorock, Permuteran, Bali

Amed Scuba is diving with you in the Biorock project to show you the results of the project under the water and introduce you into the effort of Biorock and about the reef biologie.

Planktonrückgang - Lebensgrundlage auf dieser Erde

Christine Sbick, Amed Scuba
Sitze ich abends nach getaner Arbeit mit den Fischern von Jemeluk am Meer und höre ihnen zu, so klagen sie, wie wenig Fisch noch in den Gewässern um Bali zu finden ist. Sie erzählen über die vielen Boote, die hinaus auf das Meer fahren und über die Fischer der Nachbarinseln, die nach Bali herübersegeln, um hier zu fischen oder auch mit Dynamit zu jagen. Oder sind es die großen Hochseetrawler, von denen die Fischer berichen?

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98% der Biomasse des Meeres besteht aus Plankton. Plankton definiert sich durch Organismen, deren Schwimmrichtung von der Wasserströmung vorgegeben wird. Alles das, was von der Strömung des Wassers mitgetragen wird, gehört somit zum Plankton, also normalerweise aus winzig kleinen im Wasser dahin treibenden Pflanzen und Tieren. Aber auch größere Tiere wie zum Beispiel Quallen, die von der Strömung mitgetragen werden, gehören zum Plankton. Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet, das Dahintreibende. Es dient primär und sekundär als Nahrung für das Nahrungsnetz aus Krebsen, Fischen, Säugetieren. Grob unterteilt man das Plankton als pflanzliches und als tiereisches Plankton. Das pflanzliche oder phytoplankton zeichnet sich dadurch aus, dass es mit Hilfe von Sonnenenergie, Wasser und Kohlenstoff Zucker und Sauerstoff aufbaut und damit zur
Amed Scuba: Phytoplankton
Nahrungsgrundlage allen tierischen Planktons und ebenfalls höherer Lebewesen wird, die nicht in der Lage sind, photoautotroph diesen Zucker herzustellen. Dafür frisst jedoch das Zooplankton das Phytoplankton und erhält seine Energie aus dem von dem Phytoplankton in den Chloroplasten hergestellten Zucker. Hier wird auch ein großer Teil des Kohlenstoffdioxids gebunden, das sich als Treibhausgas in der Admosphäre befindet. Seegras besteht zum Beispiel aus Einzellern, die sich zu Kollonien zusammen schließen und wie lange schimmernde Perlenketten wirken und schimmern bläulich-grün!
Amed Scuba: Phytoplankton in Bali
Um Photosynthese zu betreiben und Zucker herzustellen, muss das Phytoplankton tagsüber an oder in die Nähe der Oberfläche treiben. Der Raum bis ca. 20 Meter in die Meerestiefe hinein, ist von Licht durchflutet und besitzt die Energie, die der Farbstoff Chlorophyll für die Photosynthese benötigt.
Amed Scuba: Plankton in Bali
Das Kohlenstoffdioxid erhält das Phytoplankton aus dem Meer, in dem es gelöst als Kohlensäure H2CO3 oder gebunden als Calciumcarbonat vorliegt. Die Photosynthese, auch der Kohlenstoffzyklus genannt, ist ein ausgeklügelter biochemischer Prozess. Je mehr Kohlenstoffdioxid zu Sauerstoff umgewandelt wird, desto mehr Kohlenstoffdioxid kann sich wieder mit dem Wasser verbinden. Diesen Prozess kann man sich wie einen großen Sog vorstellen. Unsere Weltmeere sind sehr große Kohlenstoffdioxidsenken, weil das Meer so viel Phytoplankton bestitzt und damit CO2 speichern kann. Somit wird rund die Hälfte des Kohlenstoffdioxids der Atmosphäre im Meer gespeichert und vor allem verarbeitet. Damit stellt das Meer und insbesondere die Korallenriffe, die eien Symbiose zwischen Alge und Koralle bilden, die Lunge unserer Erde dar. Als photoautotropher Organismus bildet dadurch das Phytoplankton die breite Basis aller
Nahrungspyramiden, Nahrungsketten und Nahrungsnetze im Ökosystem Meer. Dadurch stellt das Phytoplankton die Grundlage allen Lebens im Meer! Tierische Organismen fressen das
Amed Scuba Bali, Ein Plankton kommt selten allein!
Phytoplankton und wandeln den Zucker in ihren Mitochondrien mit Hilfe von Sauerstoff zu Energie um. Es entsteht dabei wieder Kohlenstoffdioxid und Wasser und treibt somit den Kohlenstoffzyklus weiter an.
Plankton in Bali. Roter Farbstoff sind häufig Anthozyane, brauner Farbstoff Fucoxantin, Amed Scuba
Erhält das Phytoplankton die richtigen Voraussetzungen, so wächst es schnell an. Die Teilung und Vermehrung kann dabei logarithmisch erfolgen und ist dann explosionsartig, bis alle Nährstoffe der Umgebung aufgebraucht sind. Eine Planktonblüte kann sich entwickeln. Voraussetzung für diese Planktonblüte ist auf jedenfall eine optimale Versorgung des Phytoplanktons mit Licht und Nährstoffen und der richtigen Temperatur. Wenn biotische und abiotische Faktoren für das Wachstum stimmen, so erhalten die im Nahrungsnetz folgenden Organismen reichlich Nahrung. Dafür benötigt das Phytoplankton auf jedenfall Sonnenlicht. Das Phyotoplankton muss dazu im Raum an und direkt unter der Oberfläche sein. Die größte Dichte an Phytoplankton findet man tagsüber bis ca. 20 Meter Wassertiefe!
Amed Scuba, Plankton in Bali, Jemeluk
Um das Gerüst aufzubauen, werden Selicat, Phosphat, Nitrat (besonders bei Kieselalgen) und Amonium benötigt. Viele dieser Nährstoffe kommen aus der Tiefsee oder aus Auswaschungen aus dem Vulkangestein oder werden durch das Förderband der Meere an die Oberfläche befördert.
In der Tiefsee lagern sich die Ausscheidungen der Tiere und ihre Kadaver in der Tiefe ab und auch jede Menge Mikroplastik befindet sich jetzt am Meeresgrund. Meeresströmungen, die die Weltmeere miteinander verbinden, wirken wie riesige Umwälzpumpen. In diesem Kreislauf sinkt kaltes, salzhaltiges und dadurch schwereres Wasser in die Tiefe auf den Meeresboden, wo es Nährstoffe aufnimmt und wenn es sich erwärmt und salzärmer wird, steigt das leichtere
Amed Scuba, Plankton Bali Jemeluk
Wasser wieder an die Oberfläche. Riesige Umwälzungen finden hier statt. Diese an die Oberfläche geschwemmten Nährstoffe sind Voraussetzung, damit das Phytoplankton sich überhaupt vermehren kann. Doch welchen Einfluss hat das Mikroplastik auf das Phytoplankton. Wird es mit eingebaut in die Zellen und auch das an Plastik häufig gebundene Gift?
Bei guten Bedingungen teilt sich das Phytoplankton ein bis zwei Mal am Tag, so dass bei optimalen Bedingungen Algenblüten entstehen.

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https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ozeane-erheblicher-planktonrueckgang-in-noerdlichen-ozeanen-170996.html
A large research synthesis, published in one of the world’s most influential scientific journals, has detected a decline in the amount of dissolved oxygen in oceans around the world — a long-predicted result of climate change that could have severe consequences for marine organisms if it continues.
The paper, published Wednesday in the journal Nature by oceanographer Sunke Schmidtko and two colleagues from the GEOMAR Helmholtz Centre for Ocean Research in Kiel, Germany, found a decline of more than 2 percent in ocean oxygen content worldwide between 1960 and 2010. The loss, however, showed up in some ocean basins more than others. The largest overall volume of oxygen was lost in the largest ocean — the Pacific — but as a percentage, the decline was sharpest in the Arctic Ocean, a region facing Earth’s most stark climate change.
Christine Sbick, http://www.amedscubabali.com
The loss of ocean oxygen “has been assumed from models, and there have been lots of regional analysis that have shown local decline, but it has never been shown on the global scale, and never for the deep ocean,” said Schmidtko, who conducted the research with Lothar Stramma and Martin Visbeck, also of GEOMAR.
Ocean oxygen is vital to marine organisms, but also very delicate — unlike in the atmosphere, where gases mix together thoroughly, in the ocean that is far harder to accomplish, Schmidtko explained. Moreover, he added, just 1 percent of all the Earth’s available oxygen mixes into the ocean; the vast majority remains in the air.
Climate change models predict the oceans will lose oxygen because of several factors. Most obvious is simply that warmer water holds less dissolved gases, including oxygen. “It’s the same reason we keep our sparkling drinks pretty cold,” Schmidtko said.
But another factor is the growing stratification of ocean waters. Oxygen enters the ocean at its surface, from the atmosphere and from the photosynthetic activity of marine microorganisms. But as that upper layer warms up, the oxygen-rich waters are less likely to mix down into cooler layers of the ocean because the warm waters are less dense and do not sink as readily.-https://www.washingtonpost.com/news/energy-environment/wp/2017/02/15/its-official-the-oceans-are-losing-oxygen-posing-growing-threats-to-marine-life/?postshare=7971487308694701&tid=ss_fb&utm_term=.a44548237a03growing-threats-to-marine-life/?postshare=7971487308694701&tid=ss_fb&utm_term=.a44548237a03